Wussten Sie schon?

Der Feldhamster hält in den Wintermonaten einen festen Winterschlaf. Im Gegensatz zur Winterruhe werden  in dieser Zeit seine Stoffwechselvorgänge zeitweise auf ein extremes Minimum reduziert. In regelmäßigen Abständen wacht er auf und frisst von seinen berühmten Hamstervorräten. Etwa 2–5 kg Vorräte braucht ein Feldhamster für die Monate unter der Erde. Ohne ausreichenden Wintervorrat würde er den Winter nicht überstehen.

Seit 2021 engagiert sich der Zoo Leipzig gemeinsam mit seinen Partnern im Arbeitskreis „Kooperativer Feldhamsterschutz im Freistaat Sachsen“ und bringt sich mit der Zuchtstation sowie den Bestandsstützungsmaßnahmen in eine ganzheitliche Schutzstrategie für die Rettung der Feldhamster ein.

Alle Informationen zum Artenschutzprojekt

Steckbrief

VerwandtschaftOrdnung: Nagetiere (Rodentia); Familie: Wühler (Cricetidae)
NahrungVor allem Samen und Körner wie Getreide, Hülsenfrüchte oder Wildkrautsamen, aber auch Grünpflanzen, Stücke von Rüben oder Kartoffeln. Darüber hinaus steht gelegentlich auch tierische Nahrung (Vogeleier, kleinere Wirbeltiere und Wirbellose) auf ihrem Speiseplan.
LebensraumTypischer Bewohner von Steppen und Kulturlandschaften – fand früher in der kleinstrukturierten Agrarlandschaft Mitteleuropas optimale Lebensräume vor. Zur Anlage seiner komplexen Bausysteme bevorzugt er tiefgründige, grundwasserferne Löss- oder Lehmböden.
FortpflanzungTragzeit: 17-20 Tage; bis zu drei Würfe von bis zu 12 Jungtieren (meist 6-8), die nach 25-30 Tagen selbstständig werden.

Bedrohungsstatus

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IUCN Red List.

Verbreitungsgebiet Feldhamster: Östereich; Weißrussland; Belgien; Bulgarien; Tschechien; Frankreich; Deutschland; Ungarn; Kazachstan; Moldavien; Niederlande; Polen; Romänien; Russland; Serbien; Slovakei; Slovenien; Schweiz; Ukraine; China; Kroatien; Georgien; Bosnien und Herzegowina