Ausstrahlung am 04. September um 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen
Wer die Tiere Feuerlands beobachten wollte, musste bisher zum südlichsten Zipfel Südamerikas reisen – fast bis ans Ende der Welt.Doch im Leipziger Zoo verfolgen der Direktor und seine Kollegen, Architekten, Bauleute, Kunstfelsbauer und Landschaftsgestalter schon über Jahre einen großen Traum – ein Stück von Feuerland nach Leipzig zu holen.
Eine gigantische Aufgabe, die nun – eine Woche vor der geplanten Eröffnung – nochmal zum Kraftakt für alle Beteiligten wird. Auf dem 10.000 Quadratmeter plattem Bauland von damals strömt inzwischen der „Pazifische Ozean“. Fünfeinhalb Millionen Liter Wasser inmitten rauer Felslandschaften, dazwischen versteckte Buchten für Seelöwen, umsäumt von zerklüfteten Küstenabschnitten mit Muschelstrand. Ideales Rückzugsgebiet für Pinguine. Doch noch ist der neue Archipel verlassen, kein Seevogel, keine Robbe zu sehen. Weil noch immer die Handwerker das Geschehen dominieren. Mal fehlt es an Licht, mal klemmt eine Tür. Strömungstechniker testen die Wellenanlage, Industrietaucher bereinigen das Wasser von Algenrückständen und Schwebstoffen.
Unterdessen, fast unbemerkt, füllen sich die rückwärtigen Tiergehege. Mit Meerespelikanen, Rotkopfgänsen und Inkaseeschwalben. Auch im Robbenstall ist schon mächtig Rabatz, mit 9 Tieren die wilde Horde komplett. Einzig bei den Humboldtpinguinen, da fehlen noch ein paar. Ruben Holland und Meriam Pietsch machen sich eilig auf den Weg nach München, um die Pinguine persönlich abzuholen. Auch, weil der offizielle Eröffnungstermin beständig näher rückt. Denn bevor die Besucher Feuerland erobern, müssen die Tiere den neuen Landstrich noch kennenlernen. Und die Humboldtpinguine sollen die ersten „Freischwimmer“ in Leipzigs Pazifik sein.
Die Doku-Soap des MDR erzählt Geschichten von Menschen und Tieren aus dem Zoo Leipzig, beleuchtet den Alltag hinter den Kulissen eines der renommiertesten Zoologischen Gärten Europas.

