Wussten Sie schon?

Schuppentiere sind wahrscheinlich die einzigen Säugetiere, die keine Zähne besitzen. Mit der langen, klebrigen Zunge, werden Ameisen und Termiten aufgenommen. Im Magen befinden sich Hornschuppen, welche die Chitinpanzer der Insekten zerreiben. Um die Mahltätigkeit des Magens zu unterstützen, werden zusätzlich kleine Steine geschluckt. Schuppentiere können gut klettern und schwimmen.

Auf Grund ihrer speziellen Ernährungsweise sind Schuppentiere nach wie vor heikle Bewohner in Zoologischen Gärten. Sie erhalten einen Spezialbrei, der u. a. aus Bienenlarven, Mehlwürmern, Äpfeln, Eigelb, Kokospulver, Vitaminen und Erde besteht. Unsere Schuppentiere leben in einer Anlage im Untergeschoss des Elefantentempels, wo der Tagesrhythmus um 12 Stunden verschoben ist. So konnten die empfindlichen, nachtaktiven Tiere ihren gewohnten Rhythmus aus Taipeh beibehalten.

Steckbrief

VerwandtschaftOrdnung: Schuppentiere; Familie: Schuppentiere
LebensraumLaub- und Bambuswälder, überwiegend im Tiefland, auf Taiwan vereinzelt bis in 2.000 Meter Höhe
Höchstalterüber 11 Jahre
GrößeKörperlänge: 40-58 cm; Schwanzlänge: 27-38 cm
Gewicht3-5 kg
Sozialstrukturleben als Einzelgänger in festen Revieren
FortpflanzungPaarung ganzjährig; Tragzeit: etwa 140–150 Tage, meist 1, selten 2 Jungtiere; Säugezeit: etwa 3 Monate; Geschlechtsreife mit 1 Jahr
Feindeneben Python und Leopard hauptsächlich der Mensch durch Bejagung und Lebensraumzerstörung
NahrungHauptsächlich Termiten und Ameisen, ferner Bienenlarven sowie Erdwürmer

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Bedrohungsstatus

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IUCN Red List.

Verbreitung Formosa-Ohrenschuppentier