Ein Jahr, drei große Eröffnungen, zahlreiche neue Lebensräume für Tiere und millionenfach besondere Begegnungen zwischen Mensch und Tier: Der Zoo Leipzig blickt auf außergewöhnliche 365 Tage zurück. Mit der Wiedereröffnung des umfassend sanierten historischen Terrariums, der Eröffnung der neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum sowie der Küsten- und Meereswelt Feuerland hat der Zoo innerhalb von zwölf Monaten drei faszinierende Lebensräume geschaffen. „Wir stehen für Verantwortung – für Tiere, für Artenschutz und für Menschen. Das vergangene Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, wie wir diesen Anspruch mit unserem Masterplan Zoo der Zukunft in konkrete Projekte übersetzen“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold. „Das Jahr war ein enormer Kraftakt für das gesamte Team. Gleichzeitig haben wir mit allen drei Projekten neue Maßstäbe sowohl für die artgemäße Tierhaltung als auch für das Besuchererlebnis gesetzt und sind stolz darauf, wie aus Visionen Wirklichkeit wird.“
Historische Substanz, moderne Tierhaltung
Den Auftakt des außergewöhnlichen Jahres bildete die Wiedereröffnung des historischen Terrariums nach umfassender Sanierung. Am Sonntag, 27. September, feiert das neue Haus seinen ersten Geburtstag. Für Seniorkurator Ariel Jacken hat sich die Verbindung von historischer Architektur und zeitgemäßer Tierhaltung bewährt: „Hinter der denkmalgeschützten Fassade hat sich ein modernes Haus etabliert, das unsere Erwartungen mit Blick auf die Tierhaltung und das Besuchererlebnis sogar noch übertroffen hat. Unser Terrarium ist eine gelungene Symbiose von Zoohistorie mit Artenschutz und Besuchererlebnis.“ Auch die Bewohner haben ihre neuen Lebensräume gut angenommen. Bereichsleiterin Martina Hacker zieht nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz: „Unsere Tiere haben sich gut eingelebt. Die Besucherlieblinge vom Anfang – der Komodowarannachwuchs – ist prächtig gewachsen. Die einst versteckt lebenden Königskletternattern sind nun tagsüber sehr aktiv und von den Gästen gut zu beobachten. Die anfangs schüchternen Stumpfkrokodile haben nach einer herausfordernden Eingewöhnung nun sogar bereits ihr erstes Gelege, sodass wir auf Nachwuchs bei dieser stark bedrohten Art hoffen können.“ Ein Publikumsmagnet sei zudem das Knabberbecken, in das die Zoobesucher die Hände hineinhalten können, sagt Hacker: „Das Prinzip ist ungewöhnlich: Hier dürfen die Fische den Besucher anfassen – und tauchen ab, wenn sie keine Lust auf Kontakt haben.“
Neue Vogelwelten: Artenschutz wird zum Erlebnis
Pünktlich zum Osterfest folgte am 2. April mit den neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum der zweite große Meilenstein. In den großräumigen, begehbaren Volieren haben zahlreiche bedrohte Vogelarten einen neuen Lebensraum gefunden. Die Besucher erleben die Tiere dabei aus unmittelbarer Nähe und erhalten zugleich Einblicke in die Vielfalt und Gefährdung südamerikanischer und asiatischer Vogelarten. Die Blaukehl-, Grünflügel- und Bechsteinaras sorgten darüber hinaus als ARAkel mit ihren Ergebnistipps zur Fußball-Weltmeisterschaft bundesweit für Aufmerksamkeit für ihre bedrohten Arten. Die Vogelwelten zeigen exemplarisch, wie der Zoo seine Aufgaben miteinander verbindet: artgemäße Tierhaltung, Bildung und ein unmittelbares Besuchererlebnis werden zu einem einzigartigen Gesamterlebnis.
Feuerland komplettiert das Jahr der Neueröffnungen
Den jüngsten Meilenstein setzte am 1. September die neue Küsten- und Meereswelt Feuerland, die das Trio der drei Neueröffnungen innerhalb eines Jahres komplettierte. Feuerland erweitert den Zoo um einen Lebensraum, der die faszinierende Tierwelt der südamerikanischen Küstenregion in den Mittelpunkt stellt. In einem mehr als 5,5 Millionen Liter fassenden Becken mit einem mehr als 100 m langen Unterwassertunnel leben Robben sowie Humboldtpinguine, die als Botschafter ihrer im natürlichen Lebensraum bedrohten Artgenossen fungieren. Der Zoo Leipzig unterstützt weltweit Schutzprojekte für verschiedene bedrohte Tierarten und Aufforstungsprojekte. Jüngst ist das Artenschutz-Engagement in Chile, wo der Zoo bereits seit mehr als 15 Jahren den Erhalt des Nasenfrosches unterstützt, um weitere Tierarten wie den Humboldtpinguin und den Flussotter erweitert worden.
„Wir haben in den vergangenen 365 Tagen drei sehr unterschiedliche Projekte umgesetzt. Was sie verbindet, ist unser Anspruch, Tierhaltung weiterzuentwickeln, Lebensräume authentisch zu gestalten und unseren Besuchern einen unmittelbaren Zugang zu Tieren und Natur zu ermöglichen“, sagt Zoodirektor Jörg Junhold. Das vergangene Jahr steht damit beispielhaft für die Entwicklung des Zoo Leipzig seit dem Jahr 2000 zum Zoo der Zukunft. Der Zoo schafft Lebensräume, in denen Tiere ihr natürliches Verhalten zeigen können. Er beteiligt sich an Erhaltungsprogrammen, unterstützt weltweit Artenschutzprojekte, vermittelt Wissen über Tiere sowie ihre Lebensräume und schafft Begegnungen, die Menschen für biologische Vielfalt sensibilisieren, damit sie sich auch selbst engagieren. „Wir wollen Zoobesuchern nicht nur Tiere zeigen. Wir wollen zeigen, warum diese Tiere wichtig sind, welche Lebensräume sie brauchen und welchen Beitrag wir gemeinsam zu ihrem Schutz leisten können“, sagt Junhold. „Genau dafür steht der Zoo Leipzig.“
Ein Jahr, drei Meilensteine
27. September 2025
Wiedereröffnung des sanierten historischen Terrariums
2. April 2026
Eröffnung der neuen Vogelwelten Amazonien und Loriversum
1. September 2026
Eröffnung der Küsten- und Meereswelt Feuerland





