Wussten Sie schon?

Schwarzschwanz-Präriehunde sind in den weiten Grasländern Nordamerikas beheimatet. Ihre Kolonien umfassen oft viele hundert Tiere, die in kleineren Sozialverbänden jeweils gemeinsam ein Tunnelsystem bewohnen. Zur Belüftung ihrer unterirdischen Bauten nutzen die Tiere einen Trick: Es wird immer ein flacher und ein kegelförmiger Tunnelzugang angelegt. Dieser geringe Höhenunterschied erzeugt eine Luftströmung im Bau, so dass stets für ausreichend Sauerstoffzufuhr gesorgt ist.

Früher waren Präriehunde sehr zahlreich und weit verbreitet. In der größten je gefundenen Präriehund-Kolonie sollen 400 Millionen Tiere auf einer Fläche fast so groß wie Bayern gelebt haben. Da sie jedoch häufig die Ernten vernichteten, wurden sie massiv gejagt. Ihr Bestand und ihr Verbreitungsgebiet haben sich dadurch deutlich verringert.

Steckbrief

VerwandtschaftOrdnung: Nagetiere; Familie: Hörnchen
Lebensraumflache und leicht hüglige, offene Grasländer mit kargem Bewuchs; Große Ebenen, Nordamerika
Höchstalterüber 8 Jahre
GrößeKörperlänge: 28-35 cm; Schwanzlänge: 8,2-11 cm
Gewicht0,8-1,4 kg
Sozialstrukturleben in teils riesigen Kolonien (auch Städte genannt) zusammen
FortpflanzungTragzeit: 28-37 Tage, 2-10 Jungtiere
FeindeRaubtiere, Greifvögel, Schlangen und der Mensch durch Lebensraumzerstörung und Bejagung
Nahrungstark kieselsäurehaltige Gräser und deren Wurzeln

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Bedrohungsstatus

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IUCN Red List.

Verbreitung Schwarzschwanz-Präriehund