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KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig mit Festakt & Bürgerfest eröffnet

Die Geschichte der historischen Kongreßhalle Leipzig, dem einst größten Festsaal der Stadt, ist eng mit dem Zoo Leipzig verbunden. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1900 erlebte das Gesellschaftshaus eine ereignisreiche und wechselhafte Geschichte. Mit einem vom Zoo Leipzig, der Stadt und der Leipziger Messe GmbH initiierten Sanierungskonzept wird das ehemalige Kulturzentrum als modernes und multifunktionales Kultur-, Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum im Herzen der Stadt wiederbelebt.

Ein Sommernachtsball im barocken Bachsaal mit klassischer Musik, nebenan eine wissenschaftliche Tagung mit Referenten, die ihre Folien wie von Geisterhand an die Wand zaubern: Dieser Spagat zwischen Alt und Neu gelingt in den Veranstaltungsräumen der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig. „Die historische Kongresshalle gehört seit 1900 nicht nur zum unverwechselbaren Erscheinungsbild der Stadt, sondern ist zugleich fester Bestandteil in der ganz persönlichen Erinnerung vieler Leipzigerinnen und Leipziger. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Glanzvolle Zeiten als Kulturstätte gehörten ebenso dazu wie Zeiten, in denen es als Lazarett gedient hat oder dem Verfall preisgegeben war. Mit dem Festakt zu ‚1.000 Jahre Leipzig‘ und der Wiedereröffnung als Kongresszentrum schlagen wir ein neues Kapitel in der traditionsreichen Historie des Gründerzeit-Ensembles auf. Wir sind stolz darauf, der Stadt Leipzig die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig als Geburtstagsgeschenk zu überreichen und sie somit dem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben im 21. Jahrhundert zurückzugeben“, sagte Prof. Dr. Jörg Junhold, Direktor des Zoo Leipzig, der Eigentümer des Gebäudes ist und als Bauherr fungiert hat im Rahmen der feierlichen Schlüsselübergabe.

Insgesamt 15 Räume stehen für Veranstaltungen aller Art mit mehr als 1000 Teilnehmern zur Verfügung. So können Unternehmen, kulturelle Institutionen und Privatpersonen die Räume für Kulturveranstaltungen, Ausstellungen oder Feierlichkeiten sowie Tagungen und Kongresse mieten. Die unmittelbare Nähe zum Zoo macht den Veranstaltungsort einzigartig. Nicht nur Teilnehmer wissenschaftlicher Events können die Tier- und Pflanzenwelt als Anknüpfungspunkt nehmen – auch Gäste wirtschaftlicher oder privater Veranstaltungen genießen das einzigartige Ambiente in einem der modernsten Zoos der Welt.

Das Congress Center Leipzig wird die KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig als Pächter betreiben. Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer Leipziger Messe GmbH, betont: „Durch die Wiedereröffnung der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig wird das Portfolio Leipzigs als Kongressstandort um einen variabel nutzbaren und mit modernster Kongresstechnik ausgestatteten ‚Kronjuwel‘ erweitert. Mit dem Betrieb durch das Congress Center Leipzig, das in den vergangenen Jahren entscheidend zur Entwicklung Leipzigs als eine der beliebtesten nationalen und internationalen Kongressdestinationen beigetragen hat, können zukünftig weitere hochkarätige Veranstaltungen für die Stadt gewonnen werden.“

Die in 2010 begonnene Sanierung verfolgte auch architektonisch ein anspruchsvolles Ziel. Insgesamt drei Baugeschichtsphasen spiegeln sich im Gebäudekomplex der KONGRESSHALLE am Zoo wider. Jugendstilelemente mit detailliert aufgearbeiteten Stuck- und Deckendekorationen schmücken den historischen Bachsaal. Art-Decó-Elemente der 20er bis 40er Jahre wurden im Zuge der Sanierung teilweise wiederhergestellt. Um einerseits dem Denkmalschutz, andererseits den Ansprüchen der modernen Architektur gerecht zu werden, schlagen die Erweiterungsbauten mit großflächen Glaselementen eine Brücke zwischen Alt und Neu.

Entstehung und Verwandlung des Gesellschaftshauses

Ende des 19. Jahrhunderts war der Bedarf des Bürgertums an Kulturangeboten hoch und erforderte die Erweiterung der Räumlichkeiten des Zoos sowie des damals dazugehörigen Ausflugslokals Pfaffendorfer Hof. Mit der Gründung einer Aktiengesellschaft im Jahr 1898 waren die Weichen für den Bau eines Gesellschaftshauses gestellt. Bereits zwei Jahre später wurde das von Architekt Heinrich Rust verwirklichte Kulturzentrum eingeweiht. Fortan entwickelte sich das neue Gesellschaftshaus zu einem wichtigen Ort der bürgerlichen Freizeit- und Vereinskultur. Zahlreiche Konzerte, Bälle und andere Großveranstaltungen belebten das Haus – bis zum Ersten Weltkrieg. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde die Kongreßhalle zum politischen Versammlungsort und diente während des Zweiten Weltkrieges als Lazarett. Bombenangriffe zerstörten 1945 einen Großteil der Halle schwer. Das Leipziger Gewandhausorchester fand nach der Zerstörung ihres Spielhauses in der Kongreßhalle eine alternative Spielstätte. In der DDR entwickelte sich der Gründerzeitbau zum kulturellen und politischen Veranstaltungszentrum. Akute Sicherheitsmängel bewirkten allerdings die Schließung im Jahr 1988 – mit Ausnahme des Weißen Saals. Das „Theater der Jungen Welt“ konnte diesen bis zu einem Brand im Folgejahr noch nutzen, danach waren alle Räume aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Das Ende einer Ära, bevor 2009 mit dem beschlossenen Sanierungskonzept dank Unterstützung des Konjunkturpaketes II die Restaurierung beginnen konnte.

Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf rund 37 Millionen Euro. Im Rahmen der Festveranstaltung zu „1000 Jahre Leipzig“ sowie einem Bürgerfest wurde die KONGRESSHALLE am Zoo am 29. Mai 2015 wiedereröffnet.

 

Website KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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