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Intensive Arbeit im Elefantentempel: 24 Stunden unter Beobachtung

Seit der Geburt des Elefantenjungtieres im Zoo Leipzig liegen intensive Tage mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung im Elefantentempel hinter dem Zoo-Team: 24 Stunden am Tag werden Hoa und ihr Nachwuchs von den Pflegern überwacht. Die ersten drei Tage, an denen das Jungtier bei Hoa Muttermilch getrunken hat, sind geschafft. Der kleine Bulle ist mobil und entwickelt sich gut. Die natürliche Nahrung ist für die Entwicklung und Stärkung des Nachwuchses die wichtigste Voraussetzung. Hoa und die anderen Elefantenkühe lernen jeden Tag dazu, beobachten den Nachwuchs und lernen ihn als Teil der Herde kennen – wichtige Vorbereitungen für die nächsten Schritte. Mit Geduld und Fingerspitzengefühl wird weiter an der Bindung zwischen Hoa und dem Jungtier sowie den potentiellen Tanten Rani und Don Chung gearbeitet. Denn der kleine Elefantenbulle trinkt zwar regelmäßig bei Hoa, aber deutliche Fortschritte beim Aufbau einer stabilen Mutter-Kind-Bindung stellen sich gegenwärtig nicht ein. Der Fokus der Arbeit im Elefantenhaus liegt deshalb einerseits weiter auf dem regelmäßigen Trinken des kleinen Elefantenbullen bei seiner Mutter, andererseits erhalten die in unmittelbarer Nachbarschaft stehenden Elefantenkühe Rani und Don Chung die Gelegenheit, das Jungtier noch durch eine Absperrung hindurch, kennenzulernen. Sie hatten bereits die Geburt am Freitagabend miterlebt und könnten möglicherweise als Tanten eine wichtige Rolle übernehmen. „Uns freut, dass es möglich ist, das Jungtier bei Hoa trinken zu lassen. Gleichzeitig sind wir aber besorgt darüber, dass sie ansonsten wenig Interesse an dem Kalb zeigt“, schätzt Seniorkurator Gerd Nötzold ein. Das Jungtier sei aber bisher stabil und mache einen guten Eindruck, die potenziellen Tanten zeigen sich interessiert. 

Das Elefantenhaus bleibt zunächst bis auf Weiteres geschlossen, um Hoa, dem Jungtier, den Tanten und nicht zuletzt den Pflegern die nötige Ruhe zu geben, den schwierigen Prozess fortzusetzen. „Wir bedanken uns für den großen öffentlichen Rückhalt den wir erleben und das Verständnis, dass wir Zeit brauchen. Es ist eine intensive Zeit für alle Beteiligten und wir tun unser Möglichstes, um die Versorgung und Betreuung von Hoa und ihrem Jungtier zu gewährleisten“, sagt Zoodirektor Jörg Junhold.

Aktuelle Hinweise:

Unser am 25. Januar geborener Elefantenbulle ist zeitweilig zusammen mit den Elefantenkühen Don Chung und Rani auf der Freianlage zu sehen. Der Elefantentempel bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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