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Im Auftrag des Artenschutzes: Schuppentiere trainieren Zollhunde

Dass die in zoologischen Einrichtungen gehaltenen Tiere die Botschafter ihrer Artgenossen im ursprünglichen Verbreitungsgebiet sind, ist hinlänglich bekannt. Die Fähigkeit, allein mit ihrer Duftnote Hilfe zu leisten, ist weniger geläufig und zudem auch ungewöhnlich. Die beiden Leipziger Schuppentiere Tou Feng und Quesan, die seit 2007 bzw. 2008 im Zoo gehalten werden, standen in den letzen Wochen im Mittelpunkt des Interesses der Schweizer Zollbehörde und der Tengwood Organisation, die sich u. a. gegen den illegalen Tierhandel einsetzt. Das zentrale Anliegen beider Einrichtungen ist die Eindämmung des illegalen Handels mit Exoten bzw. hochbedrohten Arten aus allen Regionen der Welt. Sogenannte Artenschutzhunde, die auf einen speziellen Geruch konditioniert werden, sollen illegal geschmuggelte Tiere aufspüren. Da der Handel mit allen acht Schuppentierarten in den vergangenen Jahren extrem zugenommen und dazu geführt hat, dass mittlerweile alle Arten vom Aussterben bedroht sind, sollen nun Artenschutzhunde zum Einsatz kommen. Leipzig ist gegenwärtig in Europa der einzige Halter von Schuppentieren und kann bei dem Versuch, Hunde auf den Geruch dieser Tiere zu trainieren, helfen. Dafür wurden Tücher über einen längeren Zeitraum in einer der beiden Schlafstätten der Tiere gelegt. Anschließend rieben die Tierpfleger Tou Feng und Quesan zusätzlich noch mit den Tüchern ab, um einen möglichst intensiven Duft in dem Stoffgewebe zu hinterlassen. Danach verpackten sie diese in gut verschließbare Behältnisse und schickten sie zur Schweizer Zollbehörde. Ob und wann der Versuch erste Erfolge vorweist, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Die Hunde werden in den nächsten Wochen ausgebildet, und dann wird sich zeigen, ob der Duft der Leipziger den Artgenossen hilft. Gegenwärtig gehen Experten der IUCN Species Survival Commission und der Pangolin Specialist Group davon aus, dass das Schuppentier das am häufigsten geschmuggelte Säugetier der Welt ist, denn im letzten Jahrzehnt wurde über eine Million Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum der freien Wildbahn in den illegalen Handel gebracht. Eine dramatisch hohe Zahl. Vor allem aufgrund der angeblichen medizinischen Wirkung der Schuppen, aber auch wegen der Haut und des Fleisches werden die Tiere gefangen. In Asien gilt ein kommerzielles Handelsverbot für Wildfänge, dennoch floriert der Markt mit Schuppentieren. Angesichts dieser desolaten Entwicklung wurde ein Aktionsplan zu ihrem Schutz initiiert, der einen ganzheitlichen Ansatz zur Erhaltung der Schuppentiere verfolgt und dabei die Einbeziehung der lokalen Partner vor Ort als unbedingte Notwendigkeit sieht.

 

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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