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Horsts Zoogeflüster: Zwillinge mit Bärten

Liebe Leser,

heute möchte ich über die besonders quirligen, zur Familie der Krallenaffen gehörenden Kaiserschnurrbarttamarine berichten. Es gab Nachwuchs bei uns im Zoo – erstmals Zwillinge! Für die Pfleger ist das eine aufregende Sache, auch wenn es für die Affenart an sich nichts Besonderes ist. Ich spitzte jedenfalls meine Ohren, denn die kleinen Krallenaffen sind schon per se äußerst niedlich anzusehen. Und aus der Ferne betrachtet könnte man fast den Eindruck erlangen, dass der für sie markante Schnurrbart länger ist als der gesamte Körper. Eine optische Täuschung, so würde es eine bekannte Märchengestalt bei Michael Ende verkünden. Der weiße, herabhängende Bart ist jedenfalls eine Augenweide für jeden Bartliebhaber, und ich bin mir sicher, dass Sancho sofort mit seiner Schnute in den Bart reinkriechen würde, wenn er nur könnte. Sie wissen ja, er liebt Bärte. Zum Glück ist das nicht möglich. Auch Kaiser Wilhelm II. hätte seine wahre Freude gehabt, der auch der Namensgeber dieser erst spät entdeckten Krallenaffenart ist. Die stolzen Eltern sind übrigens der aus dem Zoo Dresden stammende Affenmann Salik und das fast vierjährige Weibchen Lilly, die im Jahr 2016 aus Frankreich zu uns kam. Beide sind mit der Geburt der Zwillinge zum zweiten Mal Eltern geworden. Das noch ziemlich junge Paar hatte bereits im Herbst letzten Jahres dafür gesorgt, dass Kowi das Licht der Welt erblickte. Damit können Sie, liebe Leser und Zoobesucher, nunmehr fünf Kaiserschnurrbarttamarine unmittelbar nach dem Passieren des Drehkreuzes auf der Affeninsel entdecken. Wobei es noch ziemlich schwer sein dürfte, die beiden Minitamarine auf Mamas Rücken zu erkennen. Ich bin mir aber sicher, dass Sie die Geduld dafür aufbringen. Es lohnt sich! Bis zu zehn Nachkommen unterschiedlichen Alters können in einem Familienverband zusammenleben. Da können wir nur hoffen, dass sich Lilli und Salik gut um ihren Nachwuchs kümmern und für weiteren Zuwachs sorgen. Zehn kleine Kaiserschnurrbärte auf einem Ast gäben ein traumhaftes Bild für jeden Fotografen. Wir halten diese Affenart übrigens wieder seit dem Jahr 2015 auf der Affeninsel. Zusammen mit den Schwarzen Brüllaffen und den Goldgelben Löwenaffen bilden sie das Empfangskomitee des Zoo Leipzig. Zuhause sind die Kaiserschnurrbarttamarine auf dem Kontinent Südamerika. Die tagaktiven Tiere bevorzugen die Regen-, Busch- und Bergwälder von Brasilien, Bolivien und Peru. Als Nahrung kommen für die Allesfresser unter anderem Früchte, Baumsäfte, Insekten, aber auch kleinere Echsen in Betracht. Auf der Futtersuche dient der fast 37 Zentimeter lange Schwanz als Balanceinstrument für die weiten Sprünge zwischen den Baumriesen. Fast den halben Tag verbringen die Affen damit, Nahrung zu suchen. Untereinander kommunizieren die gerade einmal zwischen 400 und 500 Gramm schweren Affen durch schrille Schreie. Diese klingen für meine Ohren wenig melodisch, geschweige denn harmonisch und verursachen bei mir stets eine Gänsehaut. Und wenn dann noch die Brüllaffen am Morgen ein Liedchen anstimmen, sind definitiv Ohrenschützer gefragt. Zum Glück liegt meine Residenz nicht mehr in unmittelbarer Nähe zu ihnen und meine morgendliche Siesta wird nun keineswegs mehr gestört. Manchmal haben Umzüge auch etwas Gutes. Ihr Horst.

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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