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Horsts Zoogeflüster: Zahnlos durch Südamerika

Liebe Leser,

als ich von der Ankunft neuer Bewohner hörte, war mir binnen Sekunden klar, dass ich Ihnen darüber berichten muss. Im Zuge der Eröffnung von „Südamerika“ fuhren fast täglich die Umzugswagen an meiner Residenz vorbei und brachten neue südamerikanische Kollegen. Unter den ersten Neuzugängen war auch ein Großer Ameisenbär, der im Sturm die Herzen der Pfleger erobert hat. Mein Gesicht färbte sich des Neides wegen kurzweilig ins Grünliche. Doch ich besann mich recht schnell und versicherte mich meiner Fans am Gehegezaun, woraufhin sich auch meine Gesichtsfarbe normalisierte. Der neue Große Ameisenbär hat zwar ein gedrungenes Erscheinungsbild und einen aus meiner Sicht unvorteilhaft langen Rüssel, dennoch kann man ihm einen gewissen Liebreiz nicht absprechen. In jedem Fall geteilter Meinung kann man darüber sein, dass Ameisenbären zahnlos sind und über eine ungefähr 60 Zentimeter lange, wurmförmige Zunge verfügen. Mit dieser können sie äußerst gewandt ihre favorisierte Leibspeise, Bodenameisen und Erdtermiten, aufschlecken. Ihre langen Krallen benutzen sie geschickt, um die Erdlöcher und Baue der Beutetiere aufzubrechen. Bei uns werden die Tiere mit einer Spezialmischung versorgt, die den Termiten geschmacklich und auch in Bezug auf die Inhaltstoffe sehr ähnlich ist. Im Zoo ist es einfach unmöglich, die natürlichen Beutetiere zu halten, sie würden das Gelände nur verunstalten und nicht an ihrem vorgesehenen Standort bleiben. Nun ist der Umstand erklärt, warum der Große Ameisenbär, der nebenbei ein guter Schwimmer und Läufer ist, zahnlos in den unendlichen Weiten der Baum- und Grassavannen unterwegs ist. Mal sehen, ob die Tiere entgegen ihres natürlichen Verhaltens reviertreu bei uns bleiben oder auch die anderen Anlagen aufsuchen, denn theoretisch stehen ihnen drei Freianlagen zur Verfügung. Ich werde von meiner Anlage aus ein wachsames Auge auf sie haben und immer wieder Stippvisiten abhalten. Nur muss ich diese auf leisen Hufen vornehmen und die optimale Windrichtung abwarten. Ameisenbären besitzen nicht nur ein gutes Gehör, auch ihr Geruchssinn ist hochentwickelt, und schließlich sollen sie sich in der ersten Zeit nicht allzu beobachtet fühlen. Bezüglich ihres Schlafplatzes sind diese Tiere eher genügsam, wie wir Lamas. Ihnen reicht ein Strohlager, das die Pfleger kurz vor der Ankunft besonders schön hergerichtet hatten. Überhaupt geben sich alle große Mühe, die Eingewöhnung der Neuankömmlinge so optimal wie möglich zu gestalten. Äußerst sensibel versuchen sie, Vertrauen zu ihnen aufzubauen, das oberste Gebot im Umgang mit uns Tieren. Insgesamt werden neun Tierarten die facettenreiche Tierwelt meines Heimatkontinentes repräsentieren, und ich freue mich schon jetzt, Ihnen, liebe Leser, alle neuen Arten vorstellen zu können. Übrigens bilden meine drei Lama-Azubis, Sancho, Flax und Krümel und meine Wenigkeit das Empfangskomitee von „Südamerika“. Welche Ehre für uns Lamas! Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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