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Horsts Zoogeflüster: Wo Zwerge das Sagen haben

Liebe Leser,

neulich fühlte ich mich wie Gulliver, nur dass ich nicht aufwachte und gefesselt war, sondern inmitten des neuen Zwergenlandes „El Ranchito“ stand und dessen Bewohner mit meiner großen Erscheinung mehr als verängstigte und zu einem schnellen Rückzug ins sichere Gehege nötigte. Ihr fluchtartiger Abgang geriet allerdings zu einer komischen Angelegenheit, da alle gleichzeitig durch die Tür des Innenstalls drängten. Nach einer wohlmeinenden Begrüßung meinerseits beruhigten sie sich wieder und ließen sich sogar auf einen Plausch ein. Schließlich äußerte ich meine Bewunderung für das neue Domizil und lobte vor allem die Farbgestaltung der Häuser, die in Blau und Orange gehalten und für mich ein wahrer Hingucker sind. Kurz fühlte ich mich an die sogenannte Blaue Periode eines Malers erinnert und war in Anbetracht der eintönigen Gestaltung meines Häuschens beinahe gelb vor Neid. Den Afrikanischen Zwergziegen schien jedoch die Farbe egal zu sein. Sie sprangen ausgelassen durch den Streichelzoo und präsentierten mir jeden Winkel der Anlage. Auch den überdachten Hügel im Zentrum, auf dem sie bei Regen Schutz finden können. An dieser Stelle zeigten die Minihornträger allerdings Nerven, als ein Sperling vom Dach raschelnd davonflog, die Ziegen aufschrecken und das Weite suchen ließ. Das kenne ich nur von Flax und Krümel, wenn eine Spinne ihren Weg kreuzt. Die Schrecksekunde währte aber nur kurz, denn sie kehrten umgehend aus ihrem Versteck zurück und setzten die Führungstour fort. So farbenfroh wie die Häuser sind übrigens auch die Ziegen gezeichnet. Ihre Fellfarbe variiert zwischen schwarz, weiß, braun, grau und meistens sind sie gescheckt unterwegs. Sie sind allerdings nicht die einzigen Bewohner. Passenderweise leben hier auch noch Welsumer Zwerghühner – eine der beliebtesten Zwerghühnerrasse in Deutschland, die mit lautem Gegacker um die Ecke bogen, als sie mich erspähten. Ihr orange- bis rostbraunes Gefieder, das manchmal bläulich bis silbern im Sonnenlicht schillert, harmoniert optimal mit dem Farbkonzept des Streichelzoos. Seit Jahrhunderten wird diese Hühnerrasse, die ihren Ursprung in Südostasien hat, in Europa gezüchtet. Sie gilt als sehr robust und neugierig, also ideal für einen Streichelzoo, in dem vor allem die kleinen Gäste auf Tuchfühlung mit den verschiedenen Haustierarten gehen sollen. Auch das Meerschweingehege bietet die Möglichkeit, aus nächster Nähe die in Südamerika beheimateten Zwerge zu beobachten. Keinesfalls möchte ich versäumen, die Bitte der Zwergenlandbewohner, wie ich sie nenne, anzubringen: Sie freuen sich über die kleinen Besucher, die voller Neugierde auf sie zugestürmt kommen und mit leuchtenden Augen vor ihnen stehen. Auch das sanfte Streicheln gefällt ihnen, allerdings sollte man sie weder hochheben noch an den Beinen ziehen. Das mögen sie überhaupt nicht, und sie erbitten sich einen vorsichtigen Umgang. Das sollte doch möglich sein, oder? Zu guter Letzt möchte ich noch auf einen ganz besonderen Clou im Streichelzoo, der übrigens gegenüber der Lagune zu finden ist, hinweisen: Besuchen Sie unbedingt die hauseigene Brüterei, die die jeweiligen Stadien vom Ei bis zum Küken umfassend demonstriert. Seien sie also gefasst auf wackelnde Eier. Das Ergebnis können Sie dann gleich gegenüber bestaunen – flauschig weiche Küken. Ich bin jedenfalls begeistert vom neu geschaffenen Kleinod und erfreue mich daran. Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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