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Horsts Zoogeflüster: Kommune Rosa

Liebe Leser,

hört, hört! Unsere Flamingolagune Colorada hat einen Preis bekommen. Da sperrt man als Marketinglama sofort die Öhrchen auf Empfang bei einer derartigen Ehrung im eigenen Hause, schließlich hat man entsprechende Kontakte, um positive Nachrichten über die Grenzen des Zoo Leipzig hinauszutragen! Der Stifter dieses Preises ist der Berufsverband der Zootierpfleger, der aus 19 potentiellen Tieranlagen die Leipziger Anlage auswählte. Das ausschlaggebende Argument für den Zuschlag gab der großzügig gestaltete rückwärtige Innenbereich der Lagune, der den Bewohnern auch bei Minusgraden und Schnee adäquate Bedingungen bietet. Das rückwärtige Winter-Wohnzimmer ist nicht nur sehr groß und lichtdurchflutet, sondern auch mit einem Wasser-Wellnessbereich ausgestattet. Aber auch der Außenbereich kann sich sehen lassen und wurde gelobt: Dieser ermögliche nicht nur ein gutes Tiermanagement, wie es in der Begründung hieß, sondern sorge auch für Wohlbefinden bei den Mietern. Das wiederum spiegelt sich im regelmäßigen Nachwuchs wider. In der Flamingolagune dominiert die Farbe Rosa, wie sollte es auch anders sein. Wenn man sie betritt, stechen einem sofort die 135 rosafarbenen Vögel ins Auge – die Rede ist von den Chile-Flamingos, die ein echter Hingucker in der Erlebniswelt Südamerika sind. Darum nenne ich die Lagune scherzhaft auch die Kommune Rosa. An dieser Stelle sei gesagt, dass Mutter Natur hier ein perfektes Farbkonzept kreiert hat. Zum rosafarbenen Gefieder hat sie den Schnabel mit einem starken Schwarz versehen. Dieser sticht vor allem beim Balztanz besonders hervor, wenn alle Vögel im Rhythmus balzen und synchron den Kopf bewegen. Im allgemeinen Getümmel verschwimmen die Konturen und man sieht irgendwann nur noch den schwarzen Schnabel. Dieser ist jedoch nicht nur im Einsatz beim Flamingowalzer, wie Sie sich vorstellen können, sondern auch bei der Nahrungsaufnahme. Im natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich von den Anden Perus und Chiles bis zur Südspitze des Kontinentes zieht, bevorzugen die Vögel Wasserinsekten, Kleinkrebse und Weichtiere, die sie in Lagunen, Salzseen und Sümpfe aufspüren. Mit ihrem Schnabel, der wie eine Schöpfkelle funktioniert, filtern sie quasi die winzigen Lebewesen aus dem Wasser heraus. Dabei sind ihre Lieblingsspeise, rötliche Krebse, für die auffallende Federfärbung der Langhälse verantwortlich. Im Speziellen eigentlich die Leber, wie mir unser Tierarzt erklärte. Sie verwandelt nämlich die Farbstoffe in winzige Teile, welche dann in die Federn wandern. Im Zoo ist es allerdings nicht möglich, dieses Futter den Tieren zur Verfügung zu stellen. Sie bekommen bei uns Spezialfutter mit allen wichtigen Nährstoffen. Darin enthalten ist auch der Farbstoff Karotin, der als Alternative für die schöne rosarote Färbung sorgt. Die Langhälse weisen aber noch eine andere Besonderheit auf: Sie können ohne Muskelkraft auf einem Bein stehen. Möglich wird das durch eine Art Scharnier im Kniegelenk. Streckt der Flamingo das Bein, verriegelt sich das Scharnier und der Vogel steht sozusagen auf einem Pfahl. Damit können die Vögel dann auch im Stehen ein Nickerchen machen und haben keine Probleme beim Hochkommen – ganz im Gegensatz zu mir. In diesem Sinne, schauen Sie sich diese Standhaftigkeit bei Ihrem nächsten Besuch einfach mal ab. Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Elefantenbaden findet derzeit nur um 15 Uhr auf der Außenanlage statt. Der Elefantentempel ist täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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