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Horsts Zoogeflüster: Gut versteckt, aber doch entdeckt!

Liebe Leser,

gehören Sie eher zu der Fraktion, die sich durch den Zoo treiben lässt oder haben Sie im Voraus eine abgesteckte Route im Kopf, bevor Sie den Zoo Leipzig betreten? Ich für meinen Teil gehe meistens im Zickzackkurs durch den Zoo und versuche jedes Mal einen neuen Weg zu nehmen, um allen Tieren gerecht zu werden. So führte mich meine erste Mairunde zu den Zoobewohnern, die gern mal übersehen werden, da sie ein Leben am Rande des Zoos führen. Nur, wenn man von Pongoland kommend in Richtung Okapiwald den Kopf auch mal nach rechts dreht, erspäht man die Bewohner, um die es heute gehen soll: die Burma-Leierhirsche, die in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet die Wälder und Buschgebiete entlang der großen Ströme in Myanmar bevorzugen und in Zoos nicht allzu häufig gezeigt werden. Insgesamt acht Tiere leben im asiatischen Waldgehege des Zoos, das am Zugang des Rosentals angrenzt. Ihre Nachbarn sind die Moschustiere und die Mandschurenkraniche, die auch gern mal übersehen werden, wie ich beobachten konnte. Meine Bekanntschaft mit unserer Leierhirschdame Mandora geht bereits in das Jahr 2004 zurück, als sie im Gehege geboren wurde. Seitdem hat sie selbst regelmäßig für Minihirsche gesorgt, das letzte Mal im vergangenen Jahr nach einer Tragzeit von circa 8 Monaten. Einen gewichtigen Anteil am regelmäßigen Nachwuchs hat seit ein paar Jahren unser sieben Jahre alte Zuchtbock Arno, der aus der Hauptstadt zu uns kam und vor allem im Frühjahr in Brunftstimmung gerät. Dann, so mein Eindruck, imponiert er dem Weibchen mit seinem wahrlich eindrucksvollen, bis zu einem Meter lang werdenden Geweih, das in seiner Form an ein altertümliches Instrument erinnert. Gemeint ist die Lyra, die sehr schön geschwungen ist und gewissermaßen namensgebend für diese stark gefährdete Unterart war. Einerseits bejagen Menschen die Hirsche aufgrund ihres Fleisches, anderseits droht Gefahr durch Fressfeinde, wie zum Beispiel dem Tiger. Deshalb sind sie auch hauptsächlich in der Dämmerung und des Nachts unterwegs. Da kommt ihnen natürlich auch ihr farblich unscheinbares Fell gelegen, dass grau- bis gelbbraun und stellenweise gefleckt ist. Natürlich haben sich meine Zookollegen, die übrigens zu den Wiederkäuern gehören und am liebsten Laub, Gras und Blätter fressen, an die hiesigen Gegebenheiten angepasst und sind auch am Tage zu sehen. Nur muss man die Augen offenhalten und nicht bloß einen kurzen Blick ins Gehege werfen. Sie halten sich am liebsten am Rande auf und präsentieren sich nicht wie einige andere Tiere auf Augenhöhe der Besucher, wie das naturgemäß die Giraffen tun. Diese Hirsche muss man entdecken, aber das ist ja auch der Sinn im Entdecker-Zoo, und ganz ehrlich, auf einer Safari bekommen Sie die Tiere auch nicht auf dem Silbertablett präsentiert. Mandora, Arno & Co. werden Sie jedenfalls noch ein paar Jahre aufspüren und beobachten können, wenn alles gut läuft, denn die Hirsche können ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Zurzeit findet kein Elefantenbaden statt. Der Elefantentempel ist täglich ab 11 Uhr geöffnet.

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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