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Horsts Zoogeflüster: Gruselkabinett mit Fragezeichen

Liebe Leser,

sicherlich haben es die Spatzen bereits von den Dächern gepfiffen oder Sie haben es aus den einschlägigen Blättern vernommen: Ich bin nicht mehr allein als Marketing-Lama des Zoo Leipzig unterwegs. Seit einiger Zeit darf ich mein Wissen aus der Welt des Zoos weitergeben an die Jungspunde Flax und Krümel, die seit Weihnachten meine Kommune mit Sancho bereichern. Sie schicken sich an, würdige Repräsentanten des Zoos zu werden. Sancho, der bei mir in die Lehre geht und bereits Erfahrungen gesammelt hat, hilft mir bei dem Unterfangen, die beiden entsprechend auszubilden. Mit den Neuen habe ich nicht lange gefackelt und sie gleich zu Beginn des Jahres zur wichtigen Jahrespressekonferenz mitgenommen. Ich war überrascht, wie souverän sie den Auftritt meisterten und den Medien gegenüber keinerlei Scheu erkennen ließen. Als Fachmann allerdings erkannte ich sehr wohl die schlotternden Knie. Der Rundgang über die zukünftige Südamerika-Anlage verlief optimal, und auch unsere Pressemädels waren begeistert von uns. Zum Wirken eines Marketinglamas gehört jedoch weitaus mehr, und brillieren kann nur, wer sich auch in seinem Revier gut auskennt. Daher habe ich einen präzisen Ausbildungsplan für die beiden ersonnen, der sie mit allen Gegebenheiten des Zoos und seinen tierischen Bewohnern vertraut macht. Als erstes ging es ins Neue Vogelhaus. Hier stand nicht das Gefieder im Fokus des ersten Ausbildungstages, sondern das neue „Gruselkabinett“ am Eingang. Flax, Krümel und auch Sancho spitzten ordentlich die Ohren, als sie dieses Wort vernahmen, zeigten sich aber sofort begeistert. Ich war ehrlich gesagt froh, dass sie sich nicht als Angsthasen entpuppten. Die neuen Volieren beherbergen wahrhaftig skurrile Geschöpfe der Natur: Wandelndes Blatt, Gottesanbeterin, Riesenblattschnecke, Weißknievogelspinne, der Große Rosenkäfer, Fragezeichen-Schabe und Riesenfauchschabe. Die Letzteren verursachen wahrscheinlich bei einigen Zweibeinern eine Gänsehaut, doch das ist völlig unnötig! Sie sehen famos und beeindruckend aus. Die Fragezeichen-Schabe ist ungefähr 2,5 Zentimeter groß und hat eine wunderschöne Zeichnung auf ihrem Panzer. Ihr Lebensraum sind die Laubschichten des Waldbodens in Indien. Als Nahrung kommt deshalb hauptsächlich Laub und Totholz in Frage. In der Vitrine finden Sie ungefähr 20 Tiere. Die Riesenfauchschabe hingegen ist mit 60 Individuen vertreten und sieht ebenfalls imposant aus. Sie zählt zu den endemischen Arten, das sind die Arten, die ausschließlich an einem Ort vorkommen. In ihrem Fall ist es die Insel Madagaskar. Die beiden Schaben ähneln sich in vielerlei Hinsicht, nur nicht in der Größe. Die Riesenfauchschabe kann bis zu zehn Zentimeter groß werden und hat keine Flügel. Sie kann Ihnen also nicht vor dem Gesicht herumschwirren und eventuell ein lautes Schreckgeschrei hervorrufen, falls die Glasscheibe versehentlich offengelassen wurde. Das kommt natürlich nicht vor, denn unsere Tierpfleger sind sehr gewissenhaft und hatten außerdem die Idee für diese Schau. Die neuen Insekten sind perfekte Vertreter der sogenannten Mimese, einer Form der Tarnung und Anpassung an die Umgebung. Ein gutes und sehr bekanntes Beispiel dafür ist das Wandelnde Blatt, das quasi kaum von einem echten Blatt zu unterscheiden ist. Und auch die anderen vorgenannten Tiere können sich beinahe „unsichtbar“ machen. Darum hoffe ich für Sie, dass Sie ein gutes Auge haben und die Neuen entdecken. Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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