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Horsts Zoogeflüster: Eau de Parfum Zoo

Liebe Leser,

ist der Zoo Leipzig noch nicht in Sichtweite, so kann man ihn zumindest riechen, so jedenfalls ist meine Erfahrung. Manch ein Zweibeiner, der sich dem Zoo nähert, rümpft da sicherlich schon mal sein Näschen, ein anderer wiederum saugt den unverkennbaren Duft, den er vielleicht aus seinen Kindertagen kennt, förmlich auf und erinnert sich dabei an die ersten Zoo-Besuche mit seinen Eltern oder Großeltern. Der Zooduft „Eau de Parfum Zoo“, wie ich ihn nenne, der unsere Besucher am Eingang empfängt, ist schon ein ganz spezieller, ein Gemisch aus vielfältigen tierischen Nuancen. Gleichwohl sticht eine Duftnote besonders hervor, und dieses dominant-würzige Bukett wird von den langbeinigen Wölfen verströmt, die aber keine Wölfe sind, sondern zu den Hunden zählen. Unsere Mähnenwölfe bestimmen eindeutig das Duftgeschehen, nur ab und zu wird dieses durch Elefanten- oder Pinguingaroma verfeinert. Zeitweilig, wenn die Windrichtung stimmt, weht sogar eine Wolke vom Giraffenbullen Max in Richtung Eingang, dann muss man sich erst recht die Nase zuhalten, denn dieser Giraffenduft hängt einem ewig in der Nase. Zum Glück ist dies nur selten der Fall. Seitdem wir zwei Mähnenwölfe in der neuen Erlebniswelt Südamerika halten, hat sich die Mähnenwolfduftnuance örtlich etwas in den Zoo hinein verlagert. Mit meiner Residenz in unmittelbarer Nähe zu ihnen bin ich allerdings nach wie vor den eindrücklichen Ausdünstungen ausgeliefert. Jedoch sollte man die Mähnenwölfe nicht ausschließlich auf ihre Duftnote reduzieren. Mähnenwölfe sind in der Gestalt den Hunden sehr ähnlich, haben allerdings einen fuchsähnlichen Kopf. Mit ihren langen Beinen sind sie perfekt an das Leben in der Grassavanne, Buschsteppe und den Galeriewäldern zwischen Ostbolivien, Brasilien, Paraguay und Nordargentinien angepasst. Bei Gefahr können sie blitzschnell rennen und dabei sehr gut Hindernisse mit Hoch- und Weitsprüngen überwinden. Ihr Territorium bewohnen monogame Paare gemeinsam, durchstreifen dieses aber getrennt und halten Lautkontakt, der wie ein Bellen klingt. Vielleicht haben Sie es bei unseren zweiTieren - Jesus und dem Weibchen Santa - bereits vernommen. Die zwei teilen sich die Anlage abwechselnd mit unserem Ameisenbärweibchen Bardana. Oft sieht man einen von ihnen sich im Rondell der Anlage sonnen. Da bekommt man auch als Lama Lust, sich dazuzulegen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Mit Sicherheit kommt spätestens, wenn der erste Nachwuchs da ist, Leben in die „Bude“, und dann ist es auch vorbei mit der Siesta am Tag. Die Brunftzeit beginnt, wie ich mir erklären ließ, im September und zieht sich bis in den November hinein. Pfleger erkennen den Beginn dieser Paarungszeit an dem vermehrten Markieren durch Harn. Dann stinkt es an jeder Ecke. Das Männchen schnüffelt und leckt ausgiebig am Urin der Auserwählten, irgendwann kommt es dann zur Paarung. Nach durchschnittlich 65 Tagen purzeln dann zwischen ein bis fünf von den braun bis schwarz gefärbten, kurzbeinigen und blinden Jungen mit weißer Schwanzspitze. Gesäugt wird der Nachwuchs ungefähr vier Monate, danach gibt es nach und nach richtige Kost, wie Mäuse, Ratten, Fisch oder aber auch Obst in Form von Bananen oder Äpfeln. Das alles wäre nichts für meinen feinen Magen, der Knäckebrot bevorzugt, aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, oder?

Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

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