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Horsts Zoogeflüster: Die heimlichen Stars des Zoos

Liebe Leser,

seit einiger Zeit vernehme ich auf meinen Spaziergängen durch Afrika und Pongoland vermehrt Ausrufe der Entzückung von unseren hochgeschätzten Besuchern. Zunächst ging ich davon aus, dass diese Begeisterung nur mir gelten könne, denn als bekanntes Marketinglama des Zoo Leipzig hat man schließlich zahlreiche Fans. Doch leider war die Erkenntnis bitter und die Enttäuschung groß. Da ich aber über die Jahre gelernt habe, mich nicht mit fremden Federn zu schmücken und zu meinen begrenzten Möglichkeiten zu stehen, mache ich keinen Hehl daraus, dass nicht ich gemeint war, sondern der Nachwuchs. Kurzerhand habe ich daraufhin das ultimative Lama-Quartett zusammengenommen, um die jüngsten Bewohner mit meinen Azubis unter die Lupe zu nehmen. Schließlich gehört es zur Ausbildung, über die Neuigkeiten informiert zu sein. Ich kann ansonsten an dieser Stelle verkünden, dass wir vier Lamas uns in den letzten Wochen besser kennengelernt haben und ich mittlerweile recht gut meine Schützlinge charakterisieren kann. Da gibt es Sancho, der der Neugierigste und gleichzeitig der Schreckhafteste unter uns ist. Die Pfleger können mit ihm zehnmal dieselbe Strecke laufen, er findet jedes Mal etwas Neues, was ihm als Schreck in die Glieder fährt. Einmal habe ich ihn dabei erwischt, wie er die Blumendekoration gefressen hat. Seltsamerweise mag er auch die Bärte von Zweibeinern. Mit einer Interpretation diesbezüglich halte ich mich hier lieber zurück. Krümel hingegen ist der Zutraulichste, sehr anschmiegsam und ein grundsätzlich ruhiger Gesell. Flax liebt es, sich im Stroh zu wälzen. Bei ihm brauchen die Pfleger auch am längsten, um ihn für den großen Auftritt zurechtzumachen. Mal ist er ganz brav und dann wieder richtig wild. Ein Lama mit zwei Seelen sozusagen. Die Gelassenheit und Souveränität meiner Wenigkeit haben jedoch alle noch nicht. Aber zurück zu den jungen Wilden, den heimlichen Stars des Zoos. In Afrika purzeln ständig Jungtiere – auf der Savanne tobt bereits Zebrafohlen Michael herum, und die zwei kleinen Weißnacken-Mohrantilopen machen es ihm in Bälde nach. Außerdem gab es wieder regen Nachwuchs bei den Zwergflamingos. Zehn Küken sind geschlüpft und warten nur darauf, auf die Lagune zu dürfen. Noch ist es zu kalt und sie müssen im warmen Stall bleiben. Im Tierkindergarten und Streichelkral an der Kiwara-Kopje entzücken winzige Zwerg- und Damaraziegen die Herzen. Flax habe ich gar nicht mehr fortbekommen. Sancho und Krümel zeigten sich begeistert von den zwei Schimpansenbabys. Die abstehenden Ohren und der kolossal große Mund ließen sie dahinschmelzen. Mir haben es da eher die Gorillakinder Kianga und Kio angetan. Kio versucht immer noch still und aufrecht zu sitzen, schunkelt aber mehr, als das er ruhig sitzt. Kianga rast mit ihren 1,5 Jahren recht munter über die Anlage und schlägt dabei Purzelbäume. Bei den Orang-Utans turnen die zwei Halbstarken aus dem letzten Jahr herum – mit riesen Knopfaugen und schräger Frisur. Die Menschenaffenkinder und der generelle Nachwuchs erfreuen mich stets aufs Neue, und wenn ich es richtig beurteile, haben auch meine Lama-Nachwuchskollegen ihre Freude an ihnen. So soll es sein, und ein Ende an Jungtieren ist noch nicht in Sicht! Halten Sie die Augen offen bei Ihrem nächsten Zoo-Spaziergang. Ihr Horst

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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