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Elefantenkalb zeigt sich täglich - Vergesellschaftung mit den Tanten

Seit zwei Wochen zeigt sich das Kalb von Hoa täglich auf der Außenanlage des Elefantentempels Ganesha Mandir. Wenn es die Wetterlage und Gruppenkonstellation zulässt, ist er sowohl am Vormittag als auch am frühen Nachmittag im Beisein der Tierpfleger stundenweise mit den Tanten Don Chung und Rani für die Zoobesucher zu sehen.Der Jungbulle erkundet das Gelände, entwickelt seine körperliche Fitness und tankt frische Luft sowie Sonnenlicht.

Während die Pfleger inzwischen die Versorgung mit Ersatzmilch vollständig übernommen haben, kümmert sich vor allem Don Chung zunehmen um das Jungtier von Hoa, die den Kleinen nicht angeommen hat. Die Zusammengewöhnung mit Rani birgt immer wieder heikle Situationen, so dass die Pfleger bis auf Weiteres dabei bleiben, wenn das Jungtier in der kleinen Gruppe ist. Im nächsten Schritt ist der kleine Bulle nun auch nachts mit seinen Tanten zusammen. "Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist trotz der schwierigen Konstellationen so weit zu kommen und die Entwicklung des Jungtieres zu beobachten. Bei allen Sorgen freuen wir uns über den kleinen Kerl, der Schritt für Schritt seine Umgebung erkundet", sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Neben der voranschreitenden Gewöhnung in der Gruppe liegt der Fokus weiter auf der Stabilisierung des Jungtieres, das nur langsam an Gewicht gewinnt. Zudem macht ein diagnostizierter Nabelbruch in den kommenden Wochen eine Operation erforderlich, die in Abhängigkeit von der Entwicklung des Nachwuchses terminiert wird. "Insofern können wir noch nicht von einer stabilen Situation sprechen“, ordnet Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard den gesundheitlichen Zustand ein.

 

 

Hoa (33) hat derzeit keinen direkten Kontakt zu ihrem Jungtier. Sie wird zusammen mit der Elefantenkuh Trinh (36) und stundenweise auch mit Don Chung und Rani zusammengelassen, um die ursprüngliche Gruppenkonstellation nicht zu gefährden. In dieser Zeit wird das Kalb entweder durch die Pfleger beschäftigt oder schläft auf der Innenanlage.„Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht abschätzen, ob oder wann wir Hoa wieder mit ihrem Kalb zusammenbringen. Sie hat in der Vergangenheit mehr als deutlich ihre Ablehnung gegenüber dem Jungtier gezeigt, darum müssen wir genau abwägen, wann der richtige Moment gekommen ist. Bis dahin muss das Gruppengefüge zwischen Kalb und den „Tanten“ mehr als gefestigt sein, sodass diese ihm Schutz bieten“, erläutert Junhold die Situation um Hoa.

Für die neunjährige Rani setzt die behutsam gesteuerte Zusammenführung mit dem Kalb nicht nur wichtige Lernimpulse für das Erlernen sozialer Rollen im Herdenverbund, sondern hat noch einen anderen wichtigen Aspekt: Rani ist vom Leipziger Elefantenbullen Voi Nam (16) trächtig. „Rani ist Erstgebärende und unterliegt als unerfahrene Mutter einem besonderen Risiko. Deshalb setzen wir alles daran, dass sie optimal auf die Geburt vorbereitet wird und hoffen natürlich, dass die Geburt und Aufzucht, die für das erste Quartal 2020 erwartet wird, positiv verläuft. Durch den intensiven Kontakt zu Hoas Kalb haben wir die Chance, Rani auf ihre eigene Mutterrolle vorzubereiten“, so Junhold.

Für die Besucher bleibt der Elefantentempel, der als Rückzugmöglichkeit für die kleine Herde dient, weiterhin geschlossen.

Aktuelle Hinweise:

Das Aquarium ist wegen Bauarbeiten geschlossen.

Der Safari-Truck ist momentan leider nicht in Betrieb.

Aufgrund von Bauarbeiten am Parkhaus sind die Parkplätze für Menschen mit Behinderung zeitweise nicht verfügbar.

Wir bitten um Verständnis für die Einschränkungen.

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