Im 19. Jahrhundert, in dem Erzählungen über wilde Tiere und ferne Länder die Fantasie der Menschen beflügeln, erfreuen sich Tierschauen großer Beliebtheit. Diese Begeisterung veranlasst den Gastronom Ernst Pinkert seine Gaststätte, den Pfaffendorfer Hof, zu einem Tiergarten umzubauen. Am Pfingstwochenende 1878 strömen 4.500 Besucher zur Zooeröffnung und bestaunen Kängurus, Papageien und Antilopen ebenso wie einen bengalischen Königstiger und ein Löwenpaar. Seitdem hat sich der Zoo Leipzig – durch zwei Weltkriege, wirtschaftliche Engpässe und politisch unruhige Zeiten hinweg – mit Hingabe, Hartnäckigkeit und visionärer Kraft bis heute behaupten und vergrößern können.
Ernst Pinkert eröffnet am 9. Juni die Gaststätte den Zoologischen Garten zu Leipzig. Aus dem Wirtshaus „Pfaffendorfer Hof“ mit angeschlossenem Wildgehege wird einer der ersten Zoos in Europa.
Der Tiergarten wird ausgebaut. In nur zwei Jahren entstehen das neue Raubtierhaus, das Affenhaus sowie das Haupt- und Verwaltungsgebäude.
Das Aquarium wird errichtet. Hier schwimmen auch heute noch Fische und andere Meeresbewohner aus allen Regionen der Welt.
Das Aquarium wird um das Terrarium erweitert. Im Gründerzeithaus leben heute noch Schlangen, Echsen und sogar Alligatoren.
Wildes Treiben in jeder Höhenlage – die Flugkäfige und Raubtierfreianlagen werden eröffnet. Außerdem wird das Jason-Denkmal aufgestellt.
Spaß und Action für Groß und Klein. Der Zoo baut den Tierkindergarten zum Streicheln, Anfassen und Füttern.
Fröhliches Gezwitscher: Das Vogelhaus mit Freiflughalle öffnet seine Türen. In tropischen Temperaturen beheimatet es exotische Vogelarten. Außerdem wird die Zooschule gegründet.
An der Rosentalwiese werden die Huftierfreianlagen fertiggestellt. Afrikanische Zwergziegen, chinesische Wasserrehe und australische Bennettkängurus ziehen nach Leipzig.
Einer der ältesten Teile des Zoos bekommt einen Neuanstrich: Das Aquarium wird nach 82 Jahren renoviert und erweitert. Zusätzliche Becken bieten neuen Lebensraum für Fische.
Das Jahrtausend fängt gut an für afrikanische Großkatzen und Menschenaffen. Die Löwensavanne Makasi Simba und Pongoland öffnen ihre Pforten.
Die Lippenbären ziehen von der Bärenburg in ihr neues Zuhause, die Lippenbären-Schlucht. Das historische Raubtierhaus wird zum Entdeckerhaus Arche umgestaltet.
Mehr Lebensraum für asiatische Großkatzen: Die Tiger-Taiga entsteht. Eine Scheibe bietet den Besuchern Einblicke beim Schwimmen.
Die fertig gestellte Kiwara-Savanne ermöglicht Streifzüge zu Giraffen, Zebras und anderen Bewohnern. Außerdem hat der Zoo jetzt sein eigenes Parkhaus.
Okapis, die bedrohten Waldgiraffen, haben ein neues Zuhause gefunden. Im extra eingerichteten Waldgehege fühlen sich die scheuen Tiere aus dem Kongo wohl.
Ein Tempel im Zoo? Natürlich, schließlich kommen unsere Elefanten aus Asien. Unser Elefantentempel Ganesha Mandir bietet ihnen echten Luxus mit Sand- und Badebecken.
Im Zoo Leipzig leben viele verschiedene Säugetiere, Vögel, Reptilien und Fische. In Gondwanaland haben seit Juli 2011 40 neue Arten ihr Zuhause.
Im Zoo Leipzig gehen Sie auf Weltreise: nach Asien, Afrika, Südamerika, in den Regenwald in Gondwanaland, zu den Menschenaffen in Pongoland und in den historischen Gründer-Garten.
Sie sorgen dafür, dass das Unternehmen Zoo Leipzig funktioniert – vom Aquarium bis zur Zentrale.
So hoch ist unser jährlicher Verbrauch, um hungrige Tiermäuler zu verköstigen. Pro Jahr werden im Zoo aber auch 30.000 Kilogramm Fleisch, 29.000 Kilogramm Fisch, 19.000 Eier, 10.000 Liter Milch, 5.200 Brote, rund 32.800 Kilogramm Pellets, 266.000 Kilogramm Grünfutter, 129.000 Kilogramm Heu, 42.000 Kilogramm Stroh und 34.000 Kilogramm Möhren verfüttert.
So groß ist das gesamte Gelände des Zoo Leipzig. Ende des 19. Jahrhunderts betrug die Fläche lediglich drei Hektar.
Ob Groß oder Klein – 2011 gingen mehr als 2 Millionen Gäste bei uns auf Entdeckertour.