Equus przewalskii
Przewalski-Pferde wurden bis 1969 in freier Wildbahn ausgerottet. Glücklicherweise konnte durch eine koordinierte Zucht mit den verbliebenen Restbeständen in Zoologischen Gärten eine stabile Population aufgebaut und die Art gerettet werden. In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begannen die ersten Auswilderungsprojekte. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Wiedereinbürgerung sind, dass die ausgewählten Exemplare reinblütig und gesund sind. Bevor die Tiere in ihre ursprüngliche Heimat entlassen werden können, bringt man sie in große Freigehege, wo sie lernen müssen, sich selbst zu versorgen und den Menschen als potentiellen Feind zu betrachten. Erfolgreiche Auswilderungen gab es u. a. in der Mongolei und in China. Mittlerweile leben wieder mehrere Hundert dieser robusten Wildpferde in freier Wildbahn. Auch der Zoo Leipzig beteiligte sich mehrfach an solchen Projekten. Im April 2011 wurden unter Beobachtung durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin wieder vier Weibchen in ein Freigehege nach Liebenthal abgegeben, wo sie vorerst als Genreserve dienen, falls Bedarf für die Nachzucht besteht.
Ordnung: Unpaarhufer; Familie: Pferde
ursprünglich Steppen, Halbwüsten und Wüsten bis 2.500 m Höhe in ganz Eurasien
über 36 Jahre
Körperlänge: ca. 210 cm; Schwanzlänge: ca. 90 cm; Widerristhöhe: bis 145 cm
bis 350 kg
leben in kleinen Harems von etwa 20 Tieren mit einem Leithengst; die ranghöchste Stute führt die Gruppe
Tragzeit: ca. 11 Monate, ein Fohlen
Wölfe und der Mensch durch Bejagung und Nahrungskonkurrenz mit Nutztieren
dürre und harte Gräser
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