




09.09.2010
K!DS im Zoo: Benefizveranstaltung
zugunsten der Kinderklinik Leipzig
Kinder in den Zoo (KIDZ) heißt die seit nunmehr 13 Jahren erfolgreiche Initiative der Universitätskinderklinik Leipzig und des Zoo Leipzig. Zum Kinderfest am 11. September haben die Veranstalter ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Kinder profitieren doppelt von diesem Event. Sie verleben mit ihren Eltern unbeschwerte Stunden im Zoo und unterstützen gleichzeitig durch ihre Teilnahme all jene Kids, die aufgrund eines Krankenhausaufenthalts den Zoo nicht besuchen können. Die Erlöse aus Spenden und Tombola fließen als Spende direkt an die Kinderklinik.
Beim Riesenkinderfest wird der Zoo zur Bühne: Zwischen 10 und 18 Uhr finden auf dem Aquariumsvorplatz, im Konzertgarten, an der Wiese neben der Hacienda „Las Casas“ sowie auf dem Vorplatz bei den Robbenbecken verschiedene Mitmachaktionen, spannende Wissensspiele und natürlich ein buntes Bühnenprogramm statt. Auf die Kids warten unter anderem Käpt’n Blaubär und Hein Blöd. Highlight des Tages ist wie immer die Zootierparade um 14.30 Uhr mit Lama Horst, Assistent Harry und Team.
Traditionell können sich alle kleinen Patienten, die nicht im Zoo dabei sind, auf einen Spielgruß aus dem Zoo freuen. Diesmal soll ein Aquarium aus Holz entstehen, das die Zoobesucher mit Fischen zum Angeln gestalten. Seit 2006 gibt es bereits die Aktion „Kinder helfen Kindern“, mit der unter anderem ein hölzerner Kinderzoo, der Nachbau der Kinderklinik aus Legosteinen und ein riesiges Puzzle für die Spielecke der Kinderklinik entstanden.
Auch ernsthafte Themen packen die Organisatoren spielerisch an: Um beispielsweise Kindern die Angst vor einem Arztbesuch zu nehmen, können sich die Kleinen von Schwestern den Blutdruck messen lassen.
Hinweis: Zum KIDZ-Fest haben Kinder bis 14 Jahre freien Eintritt in den Zoo.

20.08.2010
Gesucht: Namen für die Schneeleoparden
Der Zoo Leipzig sucht für die am 6. Mai dieses Jahres geborenen drei weiblichen Schneeleoparden einen Namen, der seinen Ursprung im Verbreitungsgebiet der Tiere, Zentralasien, hat. „Wir würden uns sehr freuen, wenn uns zahlreiche Namensvorschläge erreichen. Die Gewinner erhalten selbstverständlich einen tollen Überraschungspreis und werden zur Taufe Anfang September eingeladen“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.
Bisher hat sich der Nachwuchs von Schneeleopardendame Laura (geb. 30.04.2001 im Wildpark Lüneburger Heide, seit 2003 in Leipzig) prächtig entwickelt. Seit der Geburt haben die Katzen ordentlich an Gewicht zugenommen und wiegen aktuell zwischen 7100 und 7800 Gramm. Seit ein paar Tagen sind die Minileoparden bereits im Außengehege für die Besucher zu sehen.
Namensvorschläge können bis zum
28. August 2010 an die Zoo Leipzig GmbH, Pfaffendorferstraße 29 in 04105 Leipzig per Post oder per Mail an mpra02@zoo-leipzig.de geschickt werden.

17.08.2010
Zoo-Kids-AG sucht Verstärkung:
Vier neue Gruppen starten ab September
Nachwuchsforscher aufgepasst: Die Zoo-Kids-AG sucht Verstärkung! Ein Schuljahr lang treffen sich Kinder von acht bis dreizehn Jahren, um mit den Zoolotsen auf Entdeckertour durch den Zoo Leipzig zu gehen. Dabei stehen Tierbeobachtungen, das spielerische Entdecken und die Beantwortung spannender Fragen im Vordergrund. Welche von den Giraffen ist Max? Wie fressen Flamingos? Wer arbeitet alles in einem Zoo, und welches Tier mag besonders gern Grießbrei? Antwort auf diese und andere Fragen gibt’s von den Zoolotsen und Zootierpflegern. Gehege für das eigene Lieblingstier basteln, das neue Fellmuster-Memory ausprobieren, Gerüche erraten oder an der Schnitzeljagd durch Afrika teilnehmen – die Zoo-Kids sind immer auch selbst aktiv. Das gemeinsame Bastel-Kreativ-Projekt wird zum Schluss im Entdeckerhaus Arche ausgestellt.
Einige AG-Plätze sind noch frei. Die Gruppen treffen sich 14-tägig montags oder mittwochs in der Zeit von 15.00 bis 16.30 Uhr. Das Informationstreffen findet am 23. August um 15.00 Uhr in der Zooschule (Eingang über Safari-Büro) statt. Dort erfolgt auch die verbindliche Anmeldung. Die ersten Treffen der AGs finden am 6. bzw. 8. September statt.
Die Teilnahme kostet 100,00 Euro pro Schuljahr. Darin enthalten sind alle Termine, ausgenommen der Zoo-Jahreskarte.
Wer sich für die Zoo-Kids-AG interessiert und zwischen 8 und 13 Jahre alt ist, sollte sich schnellstmöglich im Safari-Büro für die Informationsveranstaltung anmelden. Tel.: 0341 / 59 33 385, e-mail: safaribuero@zoo-leipzig.de.
22.06.2010
Reisevorbereitungen laufen auf Hochtouren
Elefantenbulle Voi Nam verlässt am Mittwoch den Zoo Leipzig
Der achtjährige Elefantenbulle Voi Nam (05.04.2002 in Leipzig) wird morgen den Zoo Leipzig in Richtung Heidelberg verlassen. Dort erwarten ihn der 5-jährige Thai aus Hamburg und der 4 Jahre alte Tarak aus Hannover. Der Tiergarten Heidelberg, der das Elefantenhaus neu errichtet hat, plant den Aufbau einer Junggesellengruppe und betritt damit tiergärtnerisches Neuland. Es ist die erste Vergesellschaftung halbwüchsiger Elefantenbullen innerhalb Europas. Voi Nam erhält damit die Möglichkeit, sich optimal auf seine spätere Rolle als Zuchtbulle vorzubereiten und seine Sozialkompetenz weiter zu stärken.
Voi Nam wird per Spezialtransporter am Mittwochnachmittag verladen und nach Heidelberg transportiert.

15.06.2010
Erneuter Giraffennachwuchs in Afrika
Giraffendame Andrea (geb. 05.08.2006 in Givskud, seit 2009 in Leipzig) brachte heute Morgen gegen 7.45 Uhr ihr erstes Jungtier zur Welt. Die Geburt, die in der Herde stattfand, verlief komplikationslos und dauerte eine Dreiviertelstunde. Weitere 45 Minuten später stand das kleine Giraffenmädchen bereits auf den Beinen, wenn auch noch etwas wackelig. Mutter und Jungtier wurden im Anschluß von der Gruppe getrennt, um ihnen genügend Ruhe zu bieten. Außerdem zeigte sich Andrea etwas nervös bei ihrer ersten Niederkunft. Am späten Vormittag beobachten die Tierpfleger, wie der Neuankömmling erstmals bei der Mutter trank. „Da es sich um eine Erstgeburt handelt, sind die ersten drei Tage besonders kritisch einzuschätzen. Wir hoffen aber sehr, dass sich der Neuzuwachs gut entwickelt“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Der Bulle Max (geb. 1995 in Leipzig) wurde damit zum zweiten Mal in diesem Jahr Vater.
In den nächsten Tagen werden die beiden noch separiert aber in Sichtnähe zur Herde stehen. Danach erfolgen die Zusammenführung mit den anderen neun Giraffen und das schrittweise Kennenlernen der Anlage.
Für die Besucher ist die Minifamilie im Giraffenhaus zu sehen.

15.06.2010
Dank an alle Helfer: Tierpatentage im Zoo
Eine mittlerweile lieb gewonnene Tradition setzt der Zoo Leipzig am 17. und 18. Juni 2010 fort: An diesen Tagen sind alle Tierpaten eingeladen, ihre Schützlinge persönlich zu treffen. Nach der Begrüßung durch Zoodirektor Dr. Jörg Junhold und dem Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises Siegfried Stauche um 17 Uhr im Konzertgarten können die Zoofreunde ihr Patentier besuchen und sich vor Ort mit Tierpflegern und Kuratoren austauschen. Mehr als 800 Paten haben sich für die Tierpatentage beim Freundes- und Förderkreis des Zoologischen Gartens angemeldet
Derzeit betreut der Freundes- und Förderkreis 930 Tierpatenschaften. Ob einzelner Tierliebhaber, Familien, Schulklassen oder Firmen – viele von ihnen engagieren sich bereits seit vielen Jahren für den Zoo. Die Patenschaften, die mit einer jährlichen Spende verbunden sind, leisten einen beachtlichen finanziellen Beitrag zur Unterstützung des Zoos. 2009 hat der Freundes- und Förderkreis des Zoologischen Gartens zirka 175.000 Euro aus Tierpatenschaften eingenommen. Damit wurden in der Vergangenheit Projekte wie die Lippenbären-Schlucht und die Tiger-Taiga ermöglicht. Auch das aktuelle Großbauprojekt des Zoos, die Tropenerlebniswelt Gondwanaland, unterstützt der Freundeskreis durch Spenden.

09.06.2010
Zoogutschein an Afghanistan-Rückkehrer
der 13. Division übergeben
Heute Morgen begrüßte Zoodirektor Dr. Jörg Junhold Generalmajor Reinhard Kammerer und hatte für die 13. Panzergrenadierdivision einen besonderen Willkommensgruß mitgebracht: einen Eintrittsgutschein für alle Einsatz-Rückkehrer, die im Balkan und in Afghanistan ihren Dienst taten. Den Gutschein nahm Marcel König stellvertretend für insgesamt etwa 400 Soldaten der Division entgegen, die in den kommenden Wochen mit ihren Familienangehörigen den Zoo Leipzig besuchen werden.
Die 13. Panzergrenadierdivision war von Februar 2009 bis April 2010 für die Aufstellung der Heereskontingente für den Balkan- und den Afghanistaneinsatz verantwortlich. Als die zurückgekehrten Soldatinnen und Soldaten der Division am 3. Mai 2010 von Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und Divisionskommandeur Generalmajor Reinhard Kammerer im Rahmen eines feierlichen Appells in der Leipziger General-Olbricht-Kaserne empfangen wurden, luden Oberbürgermeister Burkhard Jung und Zoodirektor Dr. Jörg Junhold die Heimkehrer zu einem Besuch in den Zoo ein.

27.05.2010
Dschungel auf Rädern: Zoo erhält
Straßenbahn im Gondwanaland-Design
Der Zoo rollt quer durch Leipzig. Mit einer Straßenbahn im Design der Tropenerlebniswelt Gondwanaland. Heute übergaben Holger Flache, LVB-Geschäftsbereichsleiter Verkehrsmanagement und Steffen Jantz, Niederlassungsleiter Mitteldeutschland von Ströer Deutsche Städte Medien, eine Straßenbahn vom Typ NGT8 mit neuer Zoo-Werbung an Zoodirektor Dr. Junhold.
„Die Straßenbahn wird ein rollender Botschafter für unsere Tropenerlebniswelt Gondwanaland sein und Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Pfaffendorferstraße reisen, auf das Abenteuer Natur einstimmen“, so Dr. Junhold. Die im Dschungeldesign gehaltene Bahn ist mit allerlei plakativen Tiermotiven beklebt. So klettern beispielsweise Affen über das Fahrzeugdach und Tapir, Kaiman und andere Tropenbewohner begrüßen einsteigende Fahrgäste.
Die neue Zoobahn wurde durch die Unternehmen LVB und Ströer gesponsert. „Den LVB liegt der Zoo am Herzen, denn er ist eine Leipziger Institution und immer einen Besuch wert“, sagt Holger Flache, LVB-Geschäftsbereichsleiter Verkehrsmanagement. „Wir freuen uns, den Zoo mit unserem Verkehrsangebot und mit dieser Werbung an einer Straßenbahn unterstützen zu können.“
„Diese außergewöhnliche Werbung fällt auf und wird Stadtgespräch sein. Mit der zooeigenen Bahn locken wir sicherlich viele Besucher in den Zoologischen Garten“, so Steffen Jantz, Niederlassungsleiter Ströer Deutsche Städte Medien.
Die Zoobahn wird bereits am 28. Mai im Dauereinsatz sein und auf der Linie 12 auch all jene Besucher befördern, die es im Zoo mal so richtig rocken & chillen lassen wollen. Ab 19 Uhr heißt es im Zoo: „NACHTAKTIV – im Zoo Leipzig“, ein musikalisches Event mit PETER HEPPNER & Band und VIRGINIA JETZT! live auf der Konzertbühne des Zoos.

21.05.2010
Giraffenbulle wird getauft
Nachwuchs bei den Schneeleoparden
Der am Ostersamstag geboren Giraffenbulle wird am Pfingstmontag um 13.15 Uhr auf der Kiwara-Savanne getauft. Aus über 600 Namensvorschlägen haben sich die Tierpfleger und die Zooverwaltung einen wohlklingenden afrikanischen Namen ausgesucht.
Wir möchten Sie recht herzlich zur Taufe am 24.5.2010 um 13.15 Uhr auf die Kiwara-Savanne einladen.
Schneeleopardennachwuchs
Große Freude bereitete Schneeleopardin Laura (geb. 30.04.2001) dem Zoo bereits am 6. Mai mit der Geburt von drei Jungtieren. Einige Tage hütete Laura ihr Geheimnis, bis die Pfleger die Minileoparden zu Gesicht bekamen. Für Laura ist es der zweite Nachwuchs nach 2006. Allerdings verstarb damals das wenige Tage alte Schneeleopardenbaby an einer Salmonelleninfektion. Stolzer Vater der diesjährigen Neuankömmlinge ist der Kater Onegin (geb.20.04.2003). Der letzte Schneeleoparden¬nachwuchs, der erfolgreich aufgezogen wurde, kam 1993 zur Welt.
„Wir hoffen sehr, dass die Jungen groß werden. Es wäre für uns ein schöner Erfolg. In ihrem Verbreitungsgebiet sind die Tiere stark bedroht“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.
Es wird allerdings noch einige Wochen dauern, bis die Jungtiere sich den Besuchern zeigen können.

14.05.2010
Abschied: Elefantenbulle „Voi Nam“ bezieht bald Junggesellen-WG in Heidelberg
"Voi Nam" wird flügge: Der vor acht Jahren im Zoo Leipzig zur Welt gekommene Bulle wird demnächst nach Heidelberg ziehen, um dort mit zwei weiteren Tieren eine Jungbullengruppe aufzubauen. Der Umzug ins neue Domizil ist für Ende Juni geplant. "Voi Nam" wird mit dem 5-jährigen "Thai" aus Hamburg und dem 4 1/2 Jahre alten "Tarak", der aus Hannover kommt, das neu errichtete Elefantenhaus im Tiergarten Heidelberg bewohnen.
„Wir freuen uns, dass Voi Nam die Möglichkeit hat, in einer Junggesellengruppe zu leben, bis er später seine Rolle als Zuchtbulle einnehmen wird“, so Zoodirektor Dr. Junhold. Mit dem Aufbau einer solchen Junggesellengruppe betritt der Tiergarten Heidelberg tiergärtnerisches Neuland. Es ist die erste Vergesellschaftung halbwüchsiger Elefantenbullen innerhalb Europas.
Seit Jahren läuft die Zucht Asiatischer Elefanten in europäischen Zoos immer besser, was die Tiergärten und die Leiter des Europäischen Erhaltungs¬zuchtprogramms (EEP) vor die praktische Frage stellt: Wohin mit den jungen Bullen, die irgendwann ihren Familienverband verlassen müssen, für die jedoch immer weniger Platz zur Verfügung steht?
„In unserem großzügig konzipierten Elefantentempel ‚Ganesha Mandir’ wäre natürlich auch weiterhin Platz für unseren Voi Nam“, so Dr. Junhold, „wir möchten jedoch, dass der Halbwüchsige nicht nur optimal auf seine spätere Rolle als Zuchtbulle vorbereitet wird, sondern auch in der Gemeinschaft mit anderen halbstarken Geschlechtsgenossen seine Sozialkompetenz stärken kann. Diese Möglichkeit ist nun in Heidelberg gegeben und wir sind neugierig, wie sich unser Voi Nam in den kommenden Jahren entwickeln wird.“
"Voi Nam" kam am 5. April 2002 in Leipzig zur Welt. Es war der erste Elefantennachwuchs in der Geschichte des Zoo Leipzig. Mutter: Trinh (geboren 1982 in Vietnam, seit 1986 in Leipzig), Vater: Mekong (geboren 1982 in Vietnam, von 1984 bis 2009 in Leipzig, lebt jetzt in Prag).

10.04.2010
Amurtiger gestorben
Amurtiger Tommy ist tot. Heute Morgen wurde der 18 Jahre alte Kater reglos in seinem Gehege aufgefunden und zwecks Feststellung der Todesursache routinemäßig in die Pathologie der Veterinärmedizinischen Universitätsklinik überführt.
Vermutlich ist das Tier altersbedingt gestorben. Amurtiger erreichen in freier Wildbahn ein Alter von etwa 15 Jahren, im Zoo können sie bis zu 20 Jahre alt werden. Tommy hatte mit seinen 18 Jahren ein hohes Alter erreicht und zeigte bereits altersbedingte Schäden am Muskel- und Knochenapparat.
Tommy wurde 1992 im Tierpark Berlin geboren und kam 1993 nach Leipzig, wo er mit Amurtigerin Conny zusammen lebte und für zahlreichen Nachwuchs sorgte. Seine Partnerin verstarb erst vor wenigen Wochen, am 4. März 2010, in Folge eines multiplen Organversagens aufgrund einer beidseitigen chronisch-eitrigen Nierenentzündung.
21.04.2010
Giraffenbulle „Knopf“ starb an einer Jungtierinfektion
Der am 6. April 2010 plötzlich tot aufgefundene Giraffenbulle „Knopf“ (geb. am 24.03.2010) starb an einer Jungtierinfektion. Die Obduktion ergab die Verbreitung von Bakterien (E.coli und Streptokokken) in der Lunge, im Darm und im rechten Sprunggelenk. Die Infektion wurde infolge einer Unterversorgung mit den lebenswichtigen Abwehrstoffen aus dem Kolostrum der Mutter begünstigt. Zudem kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Kleine bereits in der Gebährmutter nicht optimal versorgt wurde, worauf auch sein unter dem Normalwert liegendes Geburtsgewicht von 43 kg hinweist.
„Knopf“ wurde seit seinem 3. Lebenstag durch die Pfleger und Tierärzte betreut, nachdem seine Mutter „Knöpfchen“, ebenfalls überraschend, an einem Herz-Kreislauf-Schock aufgrund eines Sturzes über ihr Jungtier verstarb.
Die Untersuchung bei „Knöpfchen“ (geb. 1998, seit 1999 in Leipzig) hat zusätzlich ergeben, dass sie an einem Tumor im Bereich des Dünndarms litt. Dieser Tumor hat den Darm stark eingeengt, was zu Koliken und zeitweise zur Verweigerung der Nahrungsaufnahme führte. Seit mehreren Jahren stand Knöpfchen bereits unter medizinischer Versorgung. Ursprünglich gingen die Tierärzte von einem Fremdkörper aus. Dieser Verdachtsmoment konnte allerdings nicht bestätigt werden, wie die Befunde aufzeigen.
„Wir bedauern es sehr, dass wir zwei Giraffen innerhalb kürzester Zeit auf tragische Weise verloren haben. Die pathologischen Ergebnisse zeigen allerdings auch, dass der Tod von Knopf im direkten Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand von Knöpfchen steht. Von Anfang an war uns bewusst, dass es kein leichter Weg für das Jungtier werden wird. Das Risiko einer Infektion bestand vom ersten Tag an“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

03.04.2010
Osterfreude in Afrika:
Zweiter Giraffennachwuchs ist da
Giraffendame "Ashanti" brachte heute Morgen ein gesundes männliches Jungtier zur Welt. Die Pfleger beobachteten die Geburt unmittelbar nach Dienstbeginn. Um 9.00 Uhr stand das Kleine bereits und trank. Die Geburt verlief reibungslos inmitten der achtköpfigen Herde. Der Giraffenbulle "Max", der Vater des Neuankömmlings, und der kleine "Knopf" befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Einzelboxen. Für "Ashanti" ist es der dritte Nachwuchs, seit sie 2003 nach Leipzig kam.
„Unsere Freude über das Neugeborene ist eine ganz besondere, bietet es uns doch die Möglichkeit, unseren "Knopf" durch "Ashanti" groß zu bekommen“, so Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard.
Kurz vor Mittag starteten die Pfleger den ersten Versuch, "Ashanti" mit ihrem Kalb und "Knopf" in einem Stall zusammenzuführen. Mit Erfolg, denn "Knopf" trank bereits bei seiner Pflegemutter.
Seit dem letzten Wochenende bangte der Zoo um den am 24. März 2010 geborenen "Knopf". Nachdem seine Mutter "Knöpfchen" drei Tage nach der Geburt auf tragische Weise verstarb, war der Kleine auf sich allein gestellt.
Pfleger und Tierärzte versorgten es und versuchten aber dabei stets, den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren, um die menschliche Prägung gering zu halten. Bereits seit Gründonnerstag trank "Knopf" eigenständig aus den eigens dafür installierten Eimern.
„Nun setzen wir unsere Hoffnung darauf, dass sich "Ashanti" als erfahrene Mutter um beide Jungtiere kümmert“, so Bernhard.
Für die Besucher ist die Minifamilie im Giraffenhaus in einem gesonderten Stall zu sehen.

"Ashanti" mit ihrem Jungtier (rechts) und "Knopf" (aufgenommen am 03.04.2010)

28.03.2010
Verlust in Afrika: Giraffe "Knöpfchen" gestorben
Giraffendame "Knöpfchen" (geboren 1998, seit 1999 in Leipzig) ist gestern Abend plötzlich verstorben. Als Todesursache wird akutes Herz-Kreislauf-Versagen infolge einer Sturzverletzung angenommen, die sich das Tier zuvor zugezogen hat. Knöpfchen hatte erst vor wenigen Tagen, am 24.3.2010, ein männliches Jungtier zur Welt gebracht. Mutter und Kalb waren nach der Geburt wohlauf und befanden sich getrennt von der Herde, damit sich die Mutter-Kind-Bindung festigen konnte.
Zootierarzt und Pfleger beobachteten allerdings mit Sorge, dass sich "Knöpfchen" äußerst unruhig verhielt, beständig in der Box hin und herlief und das Jungtier dadurch nicht zum säugen kam. Als dieser Zustand bis gestern Nachmittag anhielt, schritt der Zoo – um dramatische Folgen für das Kalb zu verhindern – veterinärmedizinisch ein und verabreichte dem Muttertier mit dem Blasrohr eine Beruhigungsspritze. Vorerst mit Erfolg: Die Mutter beruhigte sich tatsächlich und gestattete dem Jungtier, das Gesäuge zu suchen und zu trinken.
Unerwartet und für niemanden kalkulierbar, stolperte die Mutter plötzlich über ihr Junges und fiel dabei so unglücklich, dass sie mit den Hinterbeinen ausgrätschte. Dies hatte massive Muskelverletzungen zur Folge und das Tier war nicht mehr in der Lage, aufzustehen. Pfleger und Tierarzt versuchten über Stunden, "Knöpfchen" zu stützen und zum Aufstehen zu bewegen – leider ohne Erfolg. Am Ende erlag das Tier trotz medikamentöser Vorsorge einem Herz-Kreislauf-Schock und verstarb.
Das Junge ist den Umständen entsprechend wohlauf. Um dessen Versorgung zu gewährleisten, wird von Pflegern zugetränkt. Bis auf weiteres ist das Kalb von der Herde getrennt. Sobald das Jungtier stabilisiert ist und gut trinkt, soll es in den Giraffenverband integriert werden und nur während der Fütterung Kontakt zum Menschen haben.
Dieses Bild zeigt Tierärztin Dr. Sandra Langguth mit "Knopf" an der automatischen Tränke (aufgenommen am 30.03.2010).

Dieses Bild des Giraffenjungtiers wurde am 29.03.2010 aufgenommen.

"Knöpfchen"
"Knopf" an der Tränke
25.03.2010
Zuwachs für Afrika: Giraffenjungtier geboren
Giraffendame "Knöpfchen" (geboren 1998 in Ostrava, seit 1999 in Leipzig) brachte gestern Abend, am 24.3.2010, ein männliches Jungtier zur Welt. Mutter und Nachwuchs sind wohlauf. Die heute Morgen durchgeführte Jungtierprophylaxe durch den Zootierarzt ergab, dass der Sprössling 1,70 Meter groß ist und zirka 43 Kilogramm wiegt.
Die Geburt verlief schnell und komplikationslos: Weil sich "Knöpfchen" gestern Nachmittag unruhig verhielt und nicht mit der Gruppe fraß, vermuteten die Pfleger einsetzende Wehen und hatten ein besonderes Augenmerk auf das trächtige Muttertier. Gegen 17.30 Uhr setzte tatsächlich der Geburtsvorgang ein und dauerte gerade einmal 20 Minuten. Bereits 90 Minuten später stand die Junggiraffe zwar noch etwas zittrig, aber selbständig auf seinen Beinen und suchte den Weg zum Gesäuge der Mutter.
"Knöpfchen" ist eine erfahrene Mutter, die gestern zum vierten Mal für gesunden Nachwuchs gesorgt hat. Das letzte Jungtier der in Tschechien geborenen Giraffendame war ebenfalls ein Bulle. Dieser heißt „Kibo“ und lebt noch immer in der Herde. "Kibo" hat sich gestern besonders aufmerksam um seinen Bruder gekümmert, den Kleinen abgeleckt, immer wieder angestupst und sich zu ihm ins Stroh gelegt.

Neugeborene Giraffe mit Bruder "Kibo"

18.03.2010
Abschied von Giraffenweibchen Jamala
Ein trauriger Tag für den Zoo Leipzig: Giraffenweibchen Jamala (geb. am 08.04.2008 in Leipzig) musste heute Morgen aufgrund einer veterinärmedizinischen Indikation eingeschläfert werden. Jamala litt an irreparablen Schäden im Knie- und Hüftgelenksbereich. Im Laufe der körperlichen Entwicklung verschärften sich durch die Längen- und vor allem durch die Gewichtszunahme die Belastungsprobleme und die Einschränkungen für das Tier nahmen weiter zu. „Die Entscheidung ist uns wirklich nicht leicht gefallen, wir sahen aber letztendlich keine andere Alternative, als im Sinne des Tierschutzes zu handeln, und ihr damit chronische Schmerzen und Leiden zu ersparen. Jamala hätte bei weiterer Gewichtszunahme und im Zusammenhang mit dem Eintreten der Geschlechtsreife massive und vor allem schmerzhafte körperliche Probleme erlitten, das konnten wir nicht verantworten“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Um alle Möglichkeiten zu prüfen, wurde Professor Dr. W. Brehm von der Chirurgischen Tierklinik Leipzig zur Begutachtung und Einschätzung hinzugezogen. Auch er sah keine Heilungschancen mittels eines operativen Eingriffes.
Die Verletzung hatte sich das Giraffenweibchen offensichtlich nach einem Sturz 2008 zugezogen. Seitdem stand das Tier unter ständiger tierärztlicher Aufsicht. Mit zunehmendem Alter potenzierten sich allerdings die Probleme im Gelenkapparat. Aus einer mittelgradigen Lahmheit entwickelten sich Gelenkschäden bis hin zur Schiefstellung der Lendenwirbelsäule aufgrund von Entlastungsprozessen.
Jamala wurde in ihrem gewohnten Umfeld eingeschläfert, um den Stressfaktor so gering wie möglich zu halten. In dieser Zeit befanden sich die anderen Giraffen im Vorgehege. Unmittelbar im Anschluss erfolgte der Abtransport per Spezialtransporter in die Pathologie des veterinärmedizinischen Institutes zur schlussendlichen Befundabklärung.

05.03.2010
Traurige Nachricht: Amurtiger gestorben
Leipzig verabschiedet sich von seinem ältesten Amurtiger: Am 4. März 2010 verstarb Tigerdame „Conny“, die bereits 1992 im Zoo Leipzig zur Welt kam. Das Tier wachte nach einer veterinärmedizinisch notwendigen Behandlung nicht mehr aus der Narkose auf. Die noch am selben Tag durchgeführte Obduktion ergab als Todesursache ein multiples Organ¬versagen in Folge einer beidseitigen chronisch-eitrigen Nierenentzündung.
„Conny“ wurde am Donnerstagmorgen narkotisiert, weil ihre Pfoten einer dringenden Behandlung bedurften. Das mit 18 Jahren betagte Weibchen bewegte sich nur noch selten, was zur Folge hatte, dass sich die Krallen nicht wie sonst üblich abnutzen konnten und dadurch drohten, in den Ballen einzuwachsen.
„Wir bedauern den plötzlichen Verlust der Tigerin, wohl wissend, dass jede Narkose bei einem Wildtier – insbesondere in fortgeschrittenem Alter – ein Risiko in sich birgt. Eine Alternative zu einer Narkose gab es leider nicht“, erklärt Zoodirektor Jörg Junhold.
Amurtiger erreichen in freier Wildbahn ein Alter von etwa 15 Jahren, im Zoo können sie bis zu 20 Jahre alt werden. Die Bestände der sibirischen Großkatzen sind stark bedroht. Noch vor 100 Jahren durchstreiften Zehntausende Tiger die Wälder Asiens. Mittlerweile sind es im heimatlichen Amur-Ussuri-Gebiet nur noch schätzungsweise 300 Tiere. Der Zoo Leipzig engagiert sich seit Jahren für die Zucht und Arterhaltung des Amurtigers. Seit 1973 wird im Zoo Leipzig das Internationale Zuchtbuch für Tiger geführt.

19.02.2010
Schauen, Staunen, Anfassen: Baustellentouren
durch Gondwanaland
Dichter, immergrüner Regenwald – mitten in Leipzig: Was bis 2011 mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland Wirklichkeit wird, können Neugierige schon heute erkunden. Vom 7. März 2010 an bietet der Zoo Leipzig immer sonntags geführte Touren über die außergewöhnliche Zoobaustelle. Treffpunkt ist jeweils 10 bzw. 13 Uhr im Safaribüro. Zwischen Mai und September gibt es eine weitere Führung um 16 Uhr.
Die Baustellentouren sind für 10 Personen ausgelegt, damit jeder Zeit und Gelegenheit hat, sich umzusehen und den Zoolotsen Fragen zu stellen. Wie ist das imposante, freitragende Dach konstruiert, wo wird sich der Urwaldfluss durchs Grün schlängeln und welches Gelände ist später den Riesen¬ottern, dem Serval oder dem Komodowaran vorbehalten? Die Baustellen¬touren zeigen auf, was an der Tropenerlebniswelt Gondwanaland fasziniert: in die Urgeschichte reisen zu können, die Entstehung der Kontinente und seiner Bewohner zu erfahren und während des Streifzugs durch die Tropenerlebniswelt Tiere zu beobachten, die einzigartig, schützenswert und faszinierend sind.
Startpunkt der zweistündigen Führungen ist das Safaribüro, wo den Teilnehmern als Einstimmung ein exklusiver Baustellenfilm gezeigt wird. Im Anschluss geht es auf das Baustellengelände. Dafür sind festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung erforderlich. Wer vom Schauen und Staunen hungrig wird: Auf dem Baugelände wird ein kleiner Imbiss sowie ein saisonales Getränk gereicht.
Familienfreundlich sind die Preise: Erwachsene zahlen 10 Euro und Kinder nur 5 Euro (exklusive Zooeintritt). Die Touren sind geeignet für Kinder ab acht Jahren. Tickets können vorab im Safaribüro gebucht werden, unter Telefon 0341/593 33 85 oder per E-Mail unter safaribuero@zoo-leipzig.de.

10.12.2009
Ein erfolgreiches Jahr geht zu Ende
Jahrespressekonferenz 2009 im Zoo Leipzig
Mit voraussichtlich rund 1,7 Mio. Zoobesuchern und damit mehr als im Vorjahr (1,67 Mio. ) zieht der Zoo Leipzig für das Jahr 2009 eine insgesamt positive Bilanz: Auch mit 304 gebuchten Fremdveranstaltungen (Stand 7. Dezember 2009) liegt der Zoo Leipzig noch vor dem üblichen Weihnachtsgeschäft bereits leicht über dem Vorjahresniveau von insgesamt 306 Fremdveranstaltungen. „Wir freuen uns über diesen Zuspruch und werden auch im kommenden Jahr unser Veranstaltungssegment weiter ausbauen“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. So wird es zusätzliche Abendveranstaltungen geben, wie ein Candle-Light-Dinner im Aquarium. Dabei ist ein stärkerer Bezug auf zoologische Themen Hauptaugenmerk für die Planung und Durchführung etablierter Veranstaltungen wie „Lichter der Dschungelnacht“, „KIDZ“ oder das „Große Indianerlager zum Schulanfängertag“.
Die Eröffnung der Känguruanlage zum Saisonauftakt, die Benennung der „Ernst-Pinkert-Straße“ anlässlich des 100. Todestages unseres Zoogründers wie auch das Richtfest der Tropenerlebniswelt Gondwanaland bilden die Schlaglichter für das Jahr 2009. Ein Jahr, in dem der Zoo Leipzig im bundesweiten Zoovergleich gleich zwei Mal auf Platz eins und im europäischen Kontext von A. Sheridan, einem unabhängigen Zoogutachter auf Platz zwei, hinter Wien eingestuft wurde.
Auch in tierischer Hinsicht blicken wir auf ein erfolgreiches Jahr: So brachte zum Beispiel die ersten zwei Jungtieres des Jahres unsere Lippenbärin „Ludmilla“ zur Welt. Denen folgten unsere Tigerdrillinge als heimliche Stars des Zoos, drei Orangjungtiere, sechs Przewalskipferde, drei Zebras, ein Weißbartgnu, fünf Brillenpinguine, sechzehn Rote Sichler und eine Giraffe, deren Namens-Taufe wir am Wochenende gefeiert haben. Ebenso freuen wir uns über Nachwuchs bei den Diana- und Eulenkopfmeerkatzen, den Bonobos und den Zwergseidenäffchen. Den Besuchern konnten neue Tierarten wie das Visaya-Pustelschwein, die Weißbartgnus oder drei gelbe Anacondas gezeigt werden. Elefantenbulle Mekong hat ein neues zu Hause im Zoo von Prag gefunden und sich dort sichtlich gut eingelebt. Sein Prager Artgenosse Naing Thein ist für alle Neugierigen immer häufiger auf der Außenanlage von „Ganesha Mandir“ zu sehen. Elefantenbulle Calvin ist unverrichteter Dinge nach Ostrava weiter gereist. Es bestätigt sich jedoch mit jedem Hormontest die Vermutung, dass Elefantenkuh Trinh bis 2011 Mekongs Sprössling austragen wird.
„Mittlerweile liegt uns der Obduktionsbefund unserer Organdame „Dunja“ vor, die über die vielen Jahre im Zoo als eine wertvolle Persönlichkeit bei den Tierpflegern und Zoobesucher wahrgenommen wurden. Leider verstarb sie am 27. Oktober an einer eitrigen Lungenentzündung, die als chronisches Leiden immer wieder behandelt werden musste und das Lungengewebe letztendlich irreparabel zerstört hat“.
Ausblick 2010
Das kommende Jahr ist nicht nur weltweit das Jahr der Biodiversität, sondern wird im Zoo Leipzig ganz im Zeichen des 100. Jahrestages unseres Aquariums stehen. Interessierte Zoobesucher werden viel über die Gründungsjahre und den späteren Anbau erfahren können. Daneben bleibt Gondwanaland das umfassendste Projekt des Zoos. Ab Januar wird etwa das Sekundärtragwerk der Dachkonstruktion montiert, im Innenausbau mit der Modellierung der Landschaftsarchitektur begonnen und die rückwärtige Tierhaltung fertig gestellt. Ein entsprechendes Verkehrskonzept sieht den Bau eines 2. Parkhauses vor, Alternativen zum Auto, wie „Park and Ride“ oder ein Kombiticket für den Öffentlichen Nahverkehr sind ebenfalls im Gespräch. In unmittelbarer Nachbarschaft von Gondwanaland wird 2010 die Sanierung der Kongreßhalle begonnen, mit dem Zoo als Bauherren.
Und auch tierisch geht es im nächsten Jahr zur Sache: Neben den neuen Tierarten für Gondwanaland wie dem Australischen Lungenfisch, den Totenkopfäffchen, dem Schabrackentapir oder den Strahlenschildkröten, werden Geburten bei den Giraffen, den Schimpansen, den Säbelantilopen oder den Thomsongazellen erwartet.
Ab dem 01.01.2010 werden die Preise für Jahreskarten, nicht aber die der Tageskarten angepasst. Seit 2006 ist dies damit die erste Preiserhöhung seit vier Jahren von bislang 40,- Euro auf 55,- Euro pro Erwachsenem, ermäßigt 40,- Euro. Kinder zahlen zukünftig 40,- Euro (statt 30,00 Euro). Die Familienjahreskarte kostet künftig 140,- Euro (statt 105,- Euro). Selbstverständlich bleiben die beliebten Vorteile wie zehn Prozent Rabatt in allen gastronomischen Einrichtungen des Zoos und im Zooshop oder die Ermäßigungen beim Eintrittsgeld von Partnerzoos erhalten. Unterm Strich rechnet sich der Erwerb einer Jahreskarte wie eh und je, nun nach vier und nicht wie bislang nach drei Zoobesuchen. Nötig wurde die Anpassung aufgrund der stetig steigenden Nebenkosten zur Bewirtschaftung des Zoos. Im deutschlandweiten Preisvergleich der Jahreskarten bleibt der Zoo Leipzig im günstigen Drittel. „Wir standen bereits im vergangenen Jahr vor dieser Entscheidung, haben uns aber im Hinblick auf die allgemeine, wirtschaftlich schwierige Situation, die vielen Familien Entbehrungen abverlangt hat, dagegen entschieden und diese ein Jahr hinaus gezögert“, erklärt Dr. Junhold.
Eine erfreuliche Meldung zum Schluss: Für die erfolgreichen TV-Produktionen „Elefant, Tiger und Co.“ wie auch „Tierärztin Dr. Mertens“ werden ab 2010 weitere Folgen im Zoo Leipzig gedreht.




06.12.2009
Giraffenjungtier erhält den Namen „Kimani“
Nikolaus-Taufe im Zoo Leipzig
„Kimani“ heißt das am 2. November 2009 im Zoo Leipzig geborene Giraffenjungtier. Am heutigen Sonntag, den 6. Dezember 2009, gegen 13.00 Uhr wurde die feierliche Namensvergabe im Giraffenhaus des Zoo Leipzig durch den Nikolaus, die Gewinner des Namensaufrufens und Zoodirektor Dr. Jörg Junhold vollzogen. Der Name „Kimani“ ist afro-amerikanischen Ursprungs und bedeutet sinngemäß „süß“ oder „niedlich“. „Aus knapp 600 eingesendeten Vorschlägen hat unsere Jury aus Tierpflegern wieder einmal einen sehr passenden Namen für eines unserer Jungtiere ausgesucht“, so Zoodirektor Dr. Junhold. „Wir danken allen, die sich teilweise unglaublich kreativ an unserem Namensaufruf beteiligt haben“.
Die anwesenden Gäste konnten zwar nicht den scheuen Täufling, allen andern voran aber Giraffenbulle Max mit einem Korb Möhren zu sich locken. Als ausgewiesenes Leckermäulchen und Oberhaupt der mittlerweile zehnköpfigen Herde hat der sicher gern diesen Teil der Zeremonie für seinen jüngsten Sprössling übernommen.

04.12.2009
Ein Stück Gondwanaland verschenken
Eine besondere Geschenkidee offeriert in diesen Tagen der Zoo Leipzig: 2011 erwacht der Urkontinent Gondwanaland zu neuem Leben. Das weltweit einzigartige Projekt steht für den Schutz des Ökosystems Tropischer Regenwald und dessen Bewohner. Mit einer Spende von 100,- Euro wird im Eröffnungsjahr der Name des Beschenkten oder eine ganz persönliche Botschaft im Eingangesbereich von Gondwanaland zu sehen sein. Als Dankeschön für die Unterstützung gibt es zur personalisierbaren Geschenkkarte im Eröffnungsjahr eine Freikarte für den Besuch der Tropenerlebniswelt. Detaillierte Informationen zum Projekt finden Sie unter www.gondwanaland.de oder über den Freundes- und Förderkreis des Zoo Leipzig.
Wer 2011 nicht abwarten kann, darf sich bereits im neuen Jahr einer spannenden Entdeckertour auf der Großbaustelle anschließen. Die Führungen finden zunächst am 10., 17., 24. und 31.Januar 2010 statt. Start ist jeweils 11 und 14 Uhr in der Zooschule. Echte Baustellentauglichkeit kann beweisen, wer bei der Tour am Vormittag die Fassbrause mit seinem persönlichen Gondwanaland-Zollstock öffnen kann. Zu Stärkung am Nachmittag gibt es Brezel und Glühwein auf der Baustelle. Für 5,- Euro pro Kind und 10,- Euro pro Erwachsener ebenfalls eine nicht alltägliche Idee zum Weihnachtsfest. Tickets können im Safari-Büro des Zoo Leipzig bestellt werden.
Weitere Tickets und Jahreskarten gibt es für alle großen und kleinen Zoofans auch im Zoo-Stand auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Beim Stöbern finden sich dort mit Sicherheit viele weitere Geschenkideen wie die DVDs zur Kultserie „Elefant, Tiger und Co.“, drollige Kuscheltiere der beliebten Zoobewohner oder den Jahreskalender 2010 mit allen Veranstaltungen auf einen Blick und interessanten Informationen zu ausgewählten Tierarten.
12.11.2009
Erste Kontakte für Artenschutzprojekt in Gondwanaland
Treffen mit Umweltminister auf Borneo
Leipzig beteiligt sich wie alle großen Tiergärten an der Umsetzung der „Welt-Zoo- und Aquarium-Naturschutzstrategie“, und dies nicht nur durch die Mitarbeit an Zuchtprogrammen bedrohter Arten und durch Aufklärung der Besucher, sondern auch vor Ort in den Heimatländern der Tiere: Für jeden der sechs Themenbereiche im „Zoo der Zukunft“ soll ein sogenanntes in situ-Artenschutzprojekt unterstützt werden.
Nachdem für die Tropenerlebniswelt Gondwanaland das Richtfest gefeiert wurde, gibt es bereits erste Bestrebungen, ein geeignetes Artenschutzprojekt zu finden, das der Zoo inhaltlich mit der Halle verbinden kann. Die Insel Borneo gilt als „Hotspot“ der Artenvielfalt, die aber gleichzeitig durch Abholzung der Regenwälder, oft zur Umwandlung in Palmöl-Plantagen, hoch bedroht ist. Einige der Tierarten, die künftig in Gondwanaland gehalten werden, haben hier ihren Lebensraum. Daher lag es nahe, diese südostasiatische Insel für ein Artenschutzprojekt auszuwählen. Dabei hat sich der Zoo einen besonderen Partner gesucht: das Leinbiz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Hier bestehen schon lange Arbeitsbeziehungen, z.B. bei der Untersuchung des Zuchtstatus der Leipziger Elefanten. Die Tierärzte des IZW sind führend auf dem Gebiet der assistierten Reproduktionsbiologie, wenn es z.B. um künstliche Besamung oder andere unterstützende Maßnahmen geht.
Vom 01. - 07.11.2009 waren Zoodirektor Dr. Jörg Junhold, Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard, Artenschutzreferent Frank Oberwemmer sowie Prof. Dr. Heribert Hofer, Direktor des IZW, in Sabah/Malaysia unterwegs. Hier standen Gespräche mit der Deutschen Botschaft in Kuala Lumpur und Termine mit dem Tourismus- und Umweltminister Sabahs, dem Direktor des Wildlife Departments und Vertretern der Organisation Borneo Rhino Alliance (BORA) auf dem Programm. Besichtigt wurde u.a. die Orang-Utan-Schutzstation in Sepilok als ein beispielhaftes Schutzprojekt sowie die vor kurzem eingerichtete Zucht- und Forschungsstation für Sumatra-Nashörner im Tabin Wildlife Reservat. Dieses von der Regierung Sabahs betriebene Projekt, das Zoo und IZW unterstützen möchten, hat sich die Rettung des Sabah-Nashorns zum Ziel gesetzt. Von dieser Unterart des Sumatra-Nashorns existieren nur noch geschätzte 50 Individuen, die durch die Abholzung und Übernutzung der Tieflandregenwälder bedroht sind.
Mit Hilfe gezielter Zuchtbemühungen soll die Population verstärkt werden, indem einige der vereinzelt außerhalb des Schutzreservats lebenden Tiere in der Zuchtstation zusammengeführt werden. Die Wissenschaftler des IZW können hierbei ihre in den Zoos gewonnenen Erfahrungen bei der Unterstützung der Zucht auf die Wildtiere übertragen.
Gleichzeitig muss der Schutz des Tabin Wildlife Reservates verbessert werden, indem zusammen mit der Bevölkerung illegale Aktivitäten wie Wilderei und Holzeinschlag vermindert werden. Der Ausbau der Zuchtstation zu einer touristischen Einrichtung soll neue Arbeitsmöglichkeiten schaffen, die Einnahmen daraus sollen zum Betrieb der Station nachhaltig beitragen. Eine wichtige Maßnahme ist daher neben den Zuchtbemühungen die Aufklärung der Bevölkerung über die Einmaligkeit des Nashorns und seine Bedeutung für das Ökosystem des Regenwaldes. Nur ein Projekt, das die Belange aller Betroffenen berücksichtigt, kann dauerhaft erfolgreich sein.
Der Part des Zoo Leipzig wird vor allem in der Fachberatung bei der Haltung und Pflege der Sabah-Nashörner liegen, sowie in der Unterstützung aller Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort in Sabah. Gleichzeitig wird er aber auch die kostenintensiven veterinärmedizinischen Zuchtbemühungen des IZW unterstützen sowie den Betrieb der Zuchtstation an sich. Die Gespräche mit dem Umweltminister von Sabah, Datuk Masidi Manjun, und den Vertretern der Borneo Rhino Alliance verliefen sehr positiv. Zwei Vereinbarungen zur künftigen Zusammenarbeit sind in Vorbereitung. Diese beinhalten auf Wunsch des Ministers auch eine Kooperation zwischen Zoo Leipzig und IZW mit dem Zoo der Hauptstadt von Sabah, Kota Kinabalu.
Die Tropenerlebniswelt Gondwanaland dient als Informationsplattform für das neue Artenschutzprojekt, so dass alle Zoobesucher sich informieren und z.B. durch Spenden beteiligen können. Auf diese Weise wird es eine direkte Verknüpfung des Regenwalderlebnisses in Leipzig mit dem Schutzprojekt auf Borneo geben.

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02.11.2009
Giraffennachwuchs in Afrika:
Emma bringt gesundes Jungtier zur Welt
Die siebenjährige Giraffendame Emma (geb. 16.08.2002, seit 2004 in Leipzig) brachte heute gegen 9:45 Uhr in der Herde eine Minigiraffe zur Welt. Die Geburt verlief ohne Komplikationen und dauerte ca. vier Stunden: Gegen 6.20 Uhr hatte eine Pflegerin die erste Pressewehe beobachtet. Eine halbe Stunde später waren schon die Hufe der beiden Vorderbeine sichtbar. Gegen 9.30 Uhr konnten die Tierpfleger den Kopf und die Beine komplett sehen. Um 9:45 Uhr war die Geburt abgeschlossen. Genau um 10.07 Uhr stand der Neuankömmling, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, das erste Mal ganz allein und wurde von den neugierigen Tanten begrüßt und ausgiebig beschnuppert. Emma kümmerte sich sofort um ihren Nachwuchs und leckte es sauber. Vater Max (geb. am 27.09.1995 in Leipzig) beobachtete die Szenerie aus seinem Gehege. Er wurde vorsorglich in den letzten Tagen von seinen Weibchen abgetrennt.
Für Emma war dies die zweite Geburt. Im Juni vergangenen Jahres konnten die Tierärzte lei-der nur den Tod des Fötus feststellen. Damals dauerte der Geburtsverlauf zu lange. Die Frucht konnte nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden konnte. Im Allgemeinen besteht bei der ersten Trächtigkeit ein erhöhtes Risiko.
„Wir freuen uns, dass sich Emma von ihrer ersten Geburt gut erholt hat, und sind erleichtert darüber, dass diesmal alles so reibungslos und ohne unseren Eingriff verlaufen ist“, erklärt Seniorkurator Gerd Nötzold.
Im Zoo Leipzig ist es die erste Giraffengeburt in diesem Jahr. Vergangenes Jahr hingegen lag ein wahrer Kindersegen über „Afrika“: Sage und schreibe drei Giraffenjungtiere erblickten das Licht der Welt. Die am 08. April, 10. Juni und 15. Dezember 2008 geborenen Giraf-fenjungtiere erfreuen sich bester Gesundheit und wurden auf die Namen „Jamala“, „Kibo“ und „Tanisha“ getauft.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass heute keine Foto- und Filmaufnahmen vom Nachwuchs möglich sind. Sobald die Mutter-Kind-Bindung gefestigt ist, wird das Huftierhaus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

30.10.2009
Richtkrone für die Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig erfolgreich aufgezogen
Orangdame Pini mit perfektem Geschenk
Heute gegen 12.30 Uhr wurde im Beisein von über 600 geladenen Gästen die Richtkrone der Tropenhalle Gondwanaland hochgezogen. Bernd Meyenburg, Bauleiter der Firma Eiffel Stahlbautechnologie, die mit der Montage des Dachtragwerks beauftragt wurde, oblag das Aufziehen der traditionellen Richtkrone. Die Grußworte zum Richtfest sprachen Burkhard Jung (Oberbürgermeister der Stadt Leipzig), Walter Christian Steinbach (Präsident der Lan-desdirektion Leipzig), Siegfried Stauche (Vorsitzender des Freundes- und Förderkreises des Zoo Leipzig) sowie Klaus Reuter (Architekt der ARGE Gondwanaland).
In seiner Ansprache betonte Steinbach die wirtschaftliche und touristische Bedeutung des Großprojektes, dessen Impulse weit über die Landesgrenzen Sachsen hinaus wirken. Zusätz-lich dieser Würdigung freut sich der Zoo Leipzig über die finanzielle Unterstützung in Höhe von 250 Tausend Euro durch den Freundes- und Förderkreis des Zoo Leipzig.
„Ich möchte dies zum Anlass nehmen, allen Beteiligten meinen ausdrücklichen Dank auszu-sprechen. Ohne die Unterstützung des Oberbürgermeisters, des Freistaats Sachsen, der betei-ligten Ämter, Unternehmen sowie Fachingenieure, und natürlich des Freundes- und För-derkreises des Zoo Leipzig, wäre das bisher Erreichte nicht möglich gewesen. Mit dem perfektem Geschenk überraschte uns unsere Orangdame Pini, die in den Morgenstunden ein Jungtier zur Welt brachte.“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.
In den kommenden Monaten werden das Sekundärtragwerk vollständig zusammengesetzt und zwischen beiden Tragwerken die mit Hochdruck aufgeblasenen Folienkissen eingelassen, die eine gut isolierende Dachhaut bilden. Zur naturgetreuen Abbildung des tropischen Regenwaldes werden Kunstfelsen modelliert sowie Hügel, Flussläufe und Wasserlöcher landschaftsarchitektonisch gestaltet. Es folgt die klimatische Einstellung der Halle, die 2011 ihre Türen für die Besucher öffnet.
Bereits jetzt steht fest: In der Tropenerlebniswelt Gondwanaland werden tierische Maßstäbe gesetzt. In keiner anderen europäischen Tropenhalle ist der Artenreichtum größer. Auf 1,65 Hektar werden über 500 verschiedene Pflanzenarten und über 40 Tierarten ein neues Zuhause finden und Botschafter ihres bedrohten Ökosystems sein. Die Auswahl der Arten erfolgte nach ausgewählten Kriterien, die sich stark am Artenschutzgedanken orientierten. Tag- und nachtaktive Tiere, lebende Fossilien, imposante Wohngemeinschaften und spektakuläre Per-spektiven, zum Beispiel vom Boot aus, lassen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis wer-den. Dabei greift der Name „Gondwanaland“ die Idee vom Urkontinent als unverwechselba-rem Lebensraum thematisch auf.
Mit seinem strategischen Unternehmenskonzept „Zoo der Zukunft“ setzt der Zoo Leipzig alle Aufgaben eines Zoos gemäß der Welt-Zoo- und Aquariums-Naturschutzstrategie (Artenschutz, Bildung, Wissenschaft) um. Als touristisch attraktive Erlebniswelt hat er eine Spitzenposition unter den Kultur- und Freizeiteinrichtungen Mitteldeutschlands erreicht. Auch in der Fachwelt nimmt er zunehmend eine Vorreiterrolle ein.
Bereits seit Wochen hat der Zoo Leipzig auf die Geburt des dritten Orangjungtieres in diesem Jahr gewartet. Passend zum heutigen Richtfest brachte Pini (geb. 30.06.1988) gegen 7 Uhr ein gesundes Orangbaby zur Welt. Für Pini ist es das dritte Jungtier. Seit der Eröffnung der Menschenaffenanlage Pongoland konnte der Zoo Leipzig sieben Miniorangs aufwachsen sehen.

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27.10.2009
Orang-Utan Dame unerwartet verstorben
Heute Nachmittag, den 27. 10.2009, gegen 16.00 Uhr, ist Orangdame „Dunja“ (geb. am 19.04.1973 in Berlin auf der Innenanlage des Pongoland unerwartet verstorben. Die Ursache für den plötzlichen Tod ist derzeit noch unklar. Eine Sektion in der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig soll Klarheit schaffen. Sobald der Befund vorliegt, wird der Zoo Leipzig über die Todesursache informieren.
Die vierfache Mutter, dreifache Großmutter und einmalige Urgroßmutter hat seit ihrem dritten Lebensjahr im Zoo Leipzig gelebt. Dunjas jüngstes Kind „Maja“ (geb. am 07.12.2007 in Leipzig) ist derzeit knapp zwei Jahre alt und bereits von der Muttermilch entwöhnt. „Wir hoffen nun, dass „Kila“ (geb. am 02.06.2000 in Leipzig), Dunjas zweitjüngste Tochter, die sich bisher viel um das Jungtier gekümmert hat, in die Mutterrolle schlüpft“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.

04.09.2009
Bonobo-Nachwuchs im Pongoland
In der Nacht vom 1. / 2. September brachte Bonobodame Ulindi (geb. am 10.10. 1993) ihr zweites Jungtier zur Welt. Die Vaterschaft ist bislang ungeklärt. Zwei Kandidaten kommen dafür in Frage: „Limbuko (geb. am 4.10.1995) und „Kuno“ (geb. 26.11.1996). Mit Sicherheit jedoch können unsere Pfleger sagen, dass Mutter und Kind wohl auf sind. Im hinteren Pflegebereich erholen sich beide von den Anstrengungen der letzten Tage.
„Ulindi“ erweist sich derweil als erfahrene Mutter. Ihre Erstgeborene „Luiza“ ist mittlerweile vier Jahre als und lebt noch heute in der aktuell achtköpfigen Bonobo-Gruppe des Pongo-lands.
Für den Zoo Leipzig ist es das dritte Bonobojungtier seit Eröffnung der Menschenaffenanlage 2001. Zuletzt hatte Bonobodame „Yaza“ (geb. am 27.8.1997) im Juli vergangenen Jahres die kleine „Fimi“ zur Welt gebracht.
„Als Folge von Bushmeat-Handel, Brandrodungen und Wilderei gelten Bonobos als stark bedroht. Wir hoffen sehr, dass die weltweiten Artenschutzbemühungen sehr bald diese Entwicklung eindämmen“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.
Mutter und Kind zeigen sich ab dem kommenden Wochenende stundenweise unseren Besuchern, auf der Innenanlage im Pongoland.

03.09.2009
Zweites Schuppentier für den Leipziger Zoo
„Tou Feng“, das bislang einzige in Europa lebende Ohrenschuppentier hat am vergangenen Dienstag, den 01.09.2009 weibliche Gesellschaft bekommen. „Quesan“ heißt sie, wiegt mit ihren 1,5 Jahren stolze 4150 Gramm und kommt ebenso wie Tou Feng aus dem Zoo von Taipeh. Beide Tiere wurden von den taiwanesischen Kollegen nach ihrem Fundort benannt. In der einheimischen Bevölkerung genießt das Schuppentier mittlerweile hohes Ansehen − nicht zuletzt in dem Bewusstsein, das es vom Aussterben bedroht ist. So wurde auch Quesan am 11. Juni 2008 im Zoo von Taipeh abgegeben. Dort werden die Tiere veterinärmedizinisch betreut, erforscht und teilweise zur Auswilderung in geeignete Gebiete vorbereitet.
In naher Zukunft sind zahlreiche Nachkommen ausdrücklich erwünscht, denn das Ohren-schuppentier wird von der IUCN, der Weltnaturschutzunion, als stark gefährdet eingestuft. Ein Tierarzt, ein Kurator und ein Pfleger aus Taipeh haben die Exotin auf dem Flug in den neue Heimat begleitet und werden noch einige Tage, für die Eingewöhnung, im Zoo Leipzig bleiben.
Die Zoo-Haltung von Schuppentieren gilt unter Fachleuten als besonders anspruchsvoll, denn die nachtaktiven Tiere ernähren sich überwiegend von Ameisen und Termiten. Für "Tou Feng" stellen die Pfleger bislang eine Spezialmischung aus Mehlwürmern, Eigelb, Bienenlarven und Kokospulver zusammen. Eine extravagante Rezeptur, die jahrelang im Zoo von Taipeh entwickelt wurde. „Seit Ende Dezember 2007 ist "Tou Feng" nun bei uns. Seine behutsame Eingewöhnung verlief problemlos. Gleiches hoffen wir bei seiner neuen Lebensgefährtin, die vorerst einige Wochen hinter den Kulissen intensiv von unseren Tierärzten und Pflegern beobachtet wird und dementsprechend vorerst nicht im Schaugehege zu sehen ist“, so Zoodirektor Dr. Jörg Junhold.














