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Neues aus dem Zoo Leipzig

20. April 2017 Orang-Utan-Baby heißt Martok - Leipziger Verein "Orang-Utans in Not" prämiert

Taufe in Pongoland vollzogen: Rajas Sohn wurde gestern von den Tierpflegern und Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts auf den Namen Martok getauft. Der Name bedeutet in der asiatischen Übersetzung Der Krieger und wurde mehrheitlich von den Mitarbeitern auserkoren, die die traditionelle Namenswahl vornehmen. Martok hat sich seit seiner Geburt am 25. März dieses Jahres gut entwickelt. „Raja kümmert sich als Erstgebärende perfekt um ihr Baby. Sie ist äußerst liebevoll im Umgang und trägt es stets eng an ihrem Bauch. Das ist ein erfreulicher Anblick“, fasst Bereichsleiter Frank Schellhardt die ersten Lebenswochen des jüngsten Sprösslings der neunköpfigen Orang-Utan-Gruppe zusammen. Mittlerweile sind Raja (geb. 26.09.2003 im Zoo Leipzig) und ihr Baby mit der gesamten Gruppe zusammen und auf der Anlage zu sehen. Vater Bimbo (geb. 21.09.1980 in Duisburg, seit 2001 in Leipzig) achtet stets darauf, dass die anderen Weibchen Raja durch ihre Neugierde nicht zu sehr bedrängen und zeigt sich damit von seiner fürsorglichen Seite.

Die letzte Oranggeburt im Zoo Leipzig fand im Jahr 2009 statt. Damals sorgte Orang-Utan-Weibchen Padana (geb. 1997 in Leipzig) mit Sohn Suaq für Nachwuchs. Nun ist sie erneut schwanger und wird voraussichtlich im Sommer wieder Mutter. „Nachzuchten bei den hochbedrohten Orang-Utans geben immer Anlass zur Freude. Aber nicht nur bei den Orang-Utans wird es weitere Zugänge geben, wir erwarten auch bei den Bonobos, Gorillas und Schimpansen in den nächsten Monaten Jungtiere. Für die Besucher und natürlich auch für uns ist es ein Glückfall, so viele Menschenaffenkinder erleben zu können“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

 

Orang-Utans in Not prämiert

Der Leipziger Verein „Orang-Utans in Not e.V.“ ist vielfacher Kooperationspartner des Zoo Leipzig und setzt sich für den Schutz der letzten freilebenden Orang-Utans auf Borneo und Sumatra ein.

Die Vereinsvorsitzende Julia Cissewski ist eine der fünf diesjährigen Preisträgerinnen der Goldenen Bild der Frau. Damit wird der Preis der größten Frauenzeitschrift Deutschlands erstmals an ein Artenschutzprojekt vergeben. Die Verleihung findet am 21. Oktober 2017 in Hamburg statt.

„Bild der Frau“-Chefredakteurin Sandra Immoor begründet Auszeichnung damit, dass Cissewski mit ihrem Projekt den Finger in gleich mehrere Wunden lege: Die Regenwaldzerstörung für Palmölplantagen, die Auswirkungen auf die Artenvielfalt, auf das Klima und auf unsere Gesundheit. Vor allem aber, „weil das Schicksal unserer so nahen Verwandten, der Orang-Utans, uns alle sehr berührt und bewegt“, so Immoor weiter. Durch das Abholzen der Regenwälder sind sie vom Aussterben bedroht: „Wenn die Regenwaldzerstörung für Palmöl weiter voranschreitet, wird es in wenigen Jahren keine freilebenden Orang-Utans mehr geben“, schildert Cissewski die dramatische Situation. Pro Stunde wird weltweit Regenwald mit einer Fläche von 300 Fußballfeldern für Palmöl abgeholzt. Palmöl wird vor allem für Supermarktprodukte und Biodiesel verwendet.

Mit ihrem Verein unterstützt Cissewski die Pflege und Auswilderung verwaister Orang-Utans und die Aufforstung zerstörten Regenwaldes. Im Raum Leipzig veranstaltet der Verein regelmäßig Projekttage und -wochen an Schulen und Kindergärten.

Die Finanzierung der Projekte erfolgt aus Spenden. Zusätzlich zu den 10.000 Euro Preisgeld gibt es einen Leserpreis, der mit 30.000 Euro dotiert ist. Dieser wird an denjenigen Verein vergeben, der bis zur Preisverleihung im Oktober die meisten Stimmen sammeln kann.

Hier geht`s zur Abstimmung.

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Aktuelle Hinweise:

Zwischen Hacienda Las Casas und Tierkindergarten wird der neue Südamerikabereich gebaut – die Umleitung ist ausgeschildert. Wir bitten um Ihr Verständnis.

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