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Neues aus dem Zoo Leipzig

11. Dezember 2014 Zoo Leipzig zieht positive Jahresbilanz - Klimaneutralität bis 2020 angestrebt

Als erster Zoo in Deutschland hat der Zoo Leipzig heute im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz durch die IHK zu Leipzig die Urkunde für sein in diesem Jahr implementiertes Umwelt-Management-System erhalten, das nach den Anforderungen der europaweit geltenden EMAS-Verordnung (Eco-Management and Audit Scheme) begutachtet wurde. „Es ist für uns eine große Freude, die Begutachtung nach EMAS positiv abgeschlossen zu haben. Wir haben uns als klares Ziel gesetzt, im Umweltschutz eine zukunftweisende Vorreiterrolle einzunehmen und bis zum Jahr 2020 eine Klimaneutralität für den Zoo herzustellen. Bereits im nächsten Jahr werden wir uns ausschließlich mit Ökostrom versorgen“, fasst Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold die umweltstrategischen Ziele des Zoos zusammen.

Im Fokus eines zeitgemäßen Umweltschutzes steht ebenfalls die Umsetzung des Masterplans Zoo der Zukunft, die auch in diesem Jahr auf hohem Niveau vorangetrieben wurde. Weitere Neueröffnungen sowie Baumaßnahmen an den Teilprojekten Kiwara-Kopje, Bärenburg, Affeninseln und Gründer-Garten zeugen davon. „Ein großes Stück des Weges in die Zukunft konnten wir in diesem Jahr zurücklegen, und wir haben die Weichen für die kommenden Bauetappen gestellt. Es war sicherlich kein leichtes Jahr für uns und für die Besucher hinsichtlich der Baustellensituation. Wir haben mit großer Anstrengung versucht, das Erlebnis Zoo dennoch für die Besucher optimal zu gestalten“, resümiert Junhold.

Nach knapp einjähriger Bauzeit wurde im März das Leoparden-Tal für die Amurleoparden eröffnet, das vor allem mit Blick auf den außerordentlichen Bedrohungsstatus dieser Katzenart von Bedeutung ist. Der Umbau des neuen Ausgangskomplexes mit begehbarer Flamingolagune, südamerikanischem Marktplatz und großzügigem Zooshop wurde aufgrund der gestiegenen Besucherzahlen erforderlich und hat sich seit der Eröffnung im Sommer bewährt. Mittlerweile haben die Flamingos ihr neues Revier vollumfänglich in Besitz genommen und sich optimal an die neuen Bedingungen angepasst.

Mit voraussichtlich rund 1,85 Millionen Besuchern wird der Zoo Leipzig das Jahr 2014 beschließen und damit auf dem Vorjahresniveau liegen. Die Gesamterlöse werden geschätzt bei etwa 28,6 Millionen Euro liegen.

Zoologisch gesehen konnte der Zoo Leipzig in den zurückliegenden Monaten mehrere Zuchterfolge verzeichnen: Als herausragendes Beispiel für optimales Tiermanagement und tiergärtnerisches Können ist die erste Nachzucht bei den Okapis in der Geschichte des Zoos zu erwähnen. Das Ende August geborene Weibchen hat sich bestens entwickelt. Es wird im Frühjahr die ersten Spaziergänge im Okapiwald unternehmen und damit für die Besucher zu sehen sein. Ebenso erfreulich waren u.a. der zweite Nachwuchs bei den Schabrackentapiren, der dreifache Giraffennachwuchs, die vier Wildpferdfohlen im Frühsommer, der 12-fache Jungtiersegen bei den Stumpfkrokodilen und der Gorillanachwuchs im Frühling. Im nächsten Jahr soll an die Zuchterfolge des ausklingenden Jahres angeknüpft und die Zuchtbemühungen bei einigen Arten intensiviert werden.

Ausblick für das Jahr 2015

Die Zoobesucher können sich im bevorstehenden Jahr erneut über mehrere Anlageneröffnungen freuen, die den Zoo und damit den Masterplan weiter komplettieren:  Den Auftakt im Frühjahr bildet die Kiwara-Kopje, in der zukünftig die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner gemeinsam mit Geparden und Husarenaffen gehalten werden sowie die Eröffnung des Abenteuerspielplatzes. Der 12 Meter hohe Drache ist das Kernstück der umgebauten Bärenburg, die in perfekter Art und Weise die Aspekte Freizeitspaß und Lernen für die Familien verbindet. Im Gründer-Garten wird bis zum Frühjahr mit Hochdruck an der Fertigstellung der Affeninseln gearbeitet, auf denen künftig Brüllaffen, Kaiser-Schnurrbarttamarine und Goldgelbe Löwenäffchen zu sehen sein werden. Außerdem steht die Sanierung und Rekonstruktion der Kongreßhalle im Fokus, die am 29. Mai 2015 zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Leipzig eröffnet werden soll. Damit einher geht die Neugestaltung des historischen Konzertgartens. Voraussichtlich im Frühjahr beginnen dann im Bereich des ehemaligen Raubtierfelsens auch die Bauarbeiten für die Himalaya-Gebirgswelt, die unter anderem von den Schneeleoparden bezogen wird.

Neben den Anlageneröffnungen finden wieder zahlreiche Veranstaltungen mit abwechslungsreichen und thematischen Programminhalten für die Besucher statt:  Der Start in die Sommersaison im März bildet den Auftakt für den Veranstaltungsreigen, der durch das traditionelle Pfingstspektakel, die Dschungelnacht, das Sommerkabarett, die Zooaktionstage, die Entdeckertage und Halloween zusätzliche Höhepunkte für die Zoofreunde bereithält.

„Uns steht ein anspruchsvolles Jahr bevor, in dem wir unseren Zoogästen neue Anlagen und Tierarten präsentieren werden. Ganz besonders gespannt können wir auf die Geburt des Elefantenjungtieres im Frühjahr sein. Alle notwendigen Vorkehrungen werden momentan getroffen, und wir alle hoffen, dass Hoa diesmal ein gesundes Jungtier aufzieht“, blickt Zoodirektor Junhold dem freudigen Ereignis im neuen Jahr entgegen.

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