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20 Jahre "Der Natur auf der Spur" - Zoodirektor feiert Jubiläum

Die zum Amtsantritt vor 20 Jahren von Prof. Jörg Junhold formulierte Vision für den „Zoo der Zukunft“, in dem tiergerechte und naturnahe Haltung in perfekter Art und Weise miteinander vereint und täglich aufs Neue gelebt werden, kann sich im Jahr 2017 an der Realität messen lassen:

"Prof. Junhold hat mit kluger Weitsicht und couragiertem Engagement den Zoo Leipzig zu einem der führenden in Europa entwickelt. Heute ist diese Bildungs- und Erlebnisstätte ein Zuschauermagnet der Stadt Leipzig sowie eine der Kulturinstitutionen, die spürbar überregionale Anziehungskraft ausüben", fasst Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig, sein bisheriges Wirken zusammen.

Der hohe Anspruch einer modernen Tierhaltung wurde mit dem Masterplan „Zoo der Zukunft“ klar formuliert und seit dem Jahr 2000 umgesetzt. Die drei Kernaufgaben Bildung und Erziehung, Forschung und Artenschutz bilden die Grundlagen für das gegenwärtige und zukünftige Handeln.

Als Prof. Dr. Jörg Junhold im Jahr 1997 am 1. November die Funktion des Zoodirektors im Alter von 33 Jahren übernahm, waren viele Anlagen veraltet, die Besucherresonanz fiel desolat aus. Konnte der Zoo in der Vorwendezeit jährlich noch über eine Millionen Besucher verzeichnen, kamen Mitte der 1990er Jahre nur noch rund 600.000 Tierfreunde in die Pfaffendorfer Straße. Dem einstigen „Lieblingskind“ der Leipziger drohte die Bedeutungslosigkeit. Eine marode Bausubstanz, wenige attraktive Anziehungspunkte und eine überholte Tierhaltung kennzeichneten den Zoo. „Mir war von Anfang an klar, ohne ein innovatives Zukunftskonzept in Verbindung mit umfangreichen Investitionen würde einer der artenreichsten und ältesten Zoos der Welt nicht überleben können. Wir mussten ein neues Kapitel in der traditionsreichen Geschichte des Zoos aufschlagen und den Zoo Leipzig zurück an die Spitze mit internationalen Renommee führen. Das war die Aufgabe, und ich wusste, dass dies nur mit einer konsequenten Umsetzung eines Modernisierungsplans zu schaffen sei. Die geschlossene Partnerschaft mit dem Max-Planck- Institut zu Beginn meiner Amtszeit war für uns ein absoluter Glücksumstand und die damit einhergehende Eröffnung der einzigartigen Menschenaffenanlage Pongoland ein großer Erfolg. Sie stellte die Weichen für unseren weiteren Weg“, resümiert Zoodirektor Prof. Junhold.

 

Ohne Unterlass befand sich der Zoo Leipzig der „Natur auf der Spur“. Ausgediente und nicht mehr den modernen Haltungsansprüchen genügende Anlagen wichen zusehends modernen Neuanlagen. „Es erfüllt mich mit großer Genugtuung, zu sehen, wie neue Anlagenkonzepte funktionieren und die Tiere sich wohlfühlen. Die afrikanische Kiwara-Savanne ist dafür ein gutes Beispiel. Mehrere Huftierarten leben in friedlicher Koexistenz – ganz wie in Afrika, das ist ein besonderes Erlebnis für unsere Besucher“, führt Junhold aus. Trotz der Fortschritte in den letzten zwei Jahrzehnten besteht weiterhin Handlungsbedarf. „Wir sind auf unserem Weg in die Zukunft bereits ein gutes Stück vorangekommen. Aber kritische Bereiche gibt es nach wie vor, und zum Beispiel die gesamte Themenwelt Südamerika verlangt auch weiterhin die konsequente Fortsetzung des Masterplanes“, so Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Dr. Olivier Pagan, Direktor des Zoologischen Gartens Basel und Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten (VDZ) e.V., schätzt die Arbeit von Prof. Jörg Junhold: „Zoodirektor Prof. Jörg Junhold ist vor allem ein sehr geschätzter Kollege und eine weltweit anerkannte Persönlichkeit in der Zoo-Gemeinschaft. Sein Engagement für unsere Aufgaben – neben Erholung auch Bildung, Forschung und Naturschutz – wirken ansteckend auf Zoo-Fachleute wie auch auf das breite Publikum. Seine Begeisterung strahlt weit über die Region Leipzig hinaus. Sein engagiertes Wirken als früherer Präsident hat den Welt-Zooverband (WAZA) nachhaltig geprägt und als gegenwärtiger Präsident des Verbands der Zoologischen Gärten (VDZ) schätze ich seine tatkräftige Unterstützung als Vize-Präsident immer sehr.“

Tieranlagen-Eröffnungen seit dem Jahr 2000:

2001 – Eröffnung der Löwensavanne Makasi Simba

und der Menschenaffenanlage Pongoland

2002 – Eröffnung der Lippenbärenschlucht

2003 – Eröffnung der Tiger-Taiga

2004 – Eröffnung der Kiwara-Savanne

2005 – Eröffnung des Okapi-Waldes

2006 – Eröffnung der Elefantenanlage Ganesha Mandir

2009 – Eröffnung der begehbaren Australienanlage

2011 – Eröffnung der Tropenerlebniswelt Gondwanaland

2014 – Eröffnung des Leoparden-Tals und der Flamingolagune

2015 – Eröffnung der Affeninseln, der Kiwara-Kopje

2016 – Eröffnung des Koala-Hauses

2017 – Eröffnung der Hochgebirgslandschaft Himalaya

Weitere Projekte: Sanierung der Zooshule, Entdeckerhaus Arche, 2 Parkhäuser, neuer Ausgangsbereich mit neuem Zooshop, mehrere Restaurants, Sanierung und Neueröffnung der Kongresshalle am Zoo

 

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